Hacker
Hinter dem Angriff soll die Ransomware-Gruppe SafePay stehen. Die international tätige Gruppe ist seit 2024 aktiv.
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Internetkriminalität

Cyberangriff auf Reichenau an der Rax

22. Oktober 2026
Die Gemeinde Reichenau an der Rax im Bezirk Neunkirchen ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Gestohlene Daten sind inzwischen öffentlich im Internet einsehbar. Die Polizei ermittelt mit Spezialistinnen und Spezialisten aus dem Bereich Cyber Crime. Chefinspektor Johann Baumschlager bestätigte das am Donnerstag.

Die Gemeinde bemerkte den Angriff bereits Ende Juli. Sie spricht von einem kriminell motivierten Cyberangriff. Die betroffenen Systeme wurden vom Netz genommen und alle Server neu aufgesetzt. Die Gemeinde verständigte die Polizei und die Datenschutzbehörde. Ansonsten wurden zunächst nur aktuelle und ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die politischen Organe informiert. Als Grund nennt die Gemeinde gegenüber noe.ORF.at, dass das Ausmaß des Datenabflusses nicht feststellbar war.

Daten landeten im Darknet

Laut einem Bericht der „Kronen Zeitung“ sind abgesaugte Daten inzwischen öffentlich im Internet sichtbar. Persönliche Daten zahlreicher Bewohnerinnen und Bewohner sollen im Darknet gelandet sein.

„Heute“ berichtet, dass das IT-Sicherheitsunternehmen RisikoMonitor angibt, 96,4 Prozent der abgeflossenen Daten gesichert und analysiert zu haben. Darunter ist laut dem Unternehmen ein Auszug aus dem Zentralen Melderegister vom 11. Mai 2026. Er enthält Angaben zu 4.171 Personen: Namen, Geburtsdaten, Adressen, Familienstand und Staatsangehörigkeit. Bei 397 Personen sollen auch Reisepass- oder Ausweisnummern enthalten sein. Dazu kommen Religionsangaben zu 3.202 Personen und Daten von 407 Minderjährigen.

Außerdem sollen Unterlagen aus der Lohnverrechnung, Personalakten, Bewerbungen und Bankverbindungen betroffen sein. Auch Listen von Schülerinnen und Schülern sowie von Lehrerinnen und Lehrern der Musikschule wurden veröffentlicht. Dazu kommen Gesundheits-, Pflege- und Sozialunterlagen.

Gemeinde ruft zur Vorsicht auf

Die Gemeinde bittet die Bevölkerung, in den kommenden Wochen und Monaten besonders vorsichtig zu sein. Das gilt vor allem bei unerwarteten E-Mails, SMS oder Anrufen, die sich auf persönliche Daten beziehen.

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