Rollstuhlfahrer beim Basketball
Inklusion wird in Tirols Sportförderrichtlinien ausdrücklich verankert. Künftig können auch barrierefreie Multisportanlagen und BallCourts gefördert werden.
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Sportförderung erhält neue Schwerpunkte

14. Oktober 2026
Das Land Tirol schüttet 130.000 Euro aus dem Sportförderungsfonds aus. Gleichzeitig werden die Förderrichtlinien erweitert. Künftig können auch barrierefreie Multisportanlagen und BallCourts gefördert werden.

Die Tiroler Landesregierung hat weitere Mittel aus dem Sportförderungsfonds beschlossen. Die aktuelle Ausschüttung beträgt 130.000 Euro. Das Geld kommt vor allem der Aus- und Weiterbildung, dem Frauensport und der Durchführung von Sportveranstaltungen zugute.

Zugleich hat die Landesregierung die Förderrichtlinien überarbeitet. Die Fördermöglichkeiten für den Spitzensport werden erweitert. Das gilt auch für den Tiroler Schulsport- und Talenteservice sowie für TiSport, den Verein der Tiroler Sportfachverbände. Nachhaltigkeit, Inklusion und gesellschaftliche Verantwortung sind in den Richtlinien nun ausdrücklich verankert.

„Sportförderung muss dort ansetzen, wo sie bei den Menschen ankommt: in unseren Vereinen, bei der Nachwuchsarbeit und bei den vielen Menschen, die den Sport tagtäglich ermöglichen“, sagt Landeshauptmannstellvertreter Philip Wohlgemuth. Mit den adaptierten Richtlinien entstünden zusätzliche Spielräume, um den Sport in seiner ganzen Vielfalt zu unterstützen. Das reiche vom Breiten- und Nachwuchssport bis zum Spitzensport. In Tirol gibt es über 1.700 Sportvereine mit knapp 200.000 Mitgliedern. 

Klare Kriterien für förderbare Sportarten

Die Sportförderungen des Landes werden aus dem Sportförderungsfonds vergeben. Dies geschieht unter anderem auf Empfehlung des Tiroler Landessportrats. Grundlage sind das Tiroler Sportgesetz 2006 und die dazugehörigen Förderrichtlinien.

Die ergänzten Richtlinien definieren Sport als Aktivität, bei der ethische, ökologische und soziale Grundwerte berücksichtigt werden. Eine Sportart ist dann förderbar, wenn sie auf Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit achtet. Zudem muss sie für alle Menschen gleichermaßen zugänglich sein. Weitere Voraussetzungen sind klare Wettkampfstrukturen und normierte Leistungsvergleiche. Auch grundlegende Trainingsprinzipien und der Zweck der Leistungssteigerung müssen gegeben sein.

Die Anerkennung einer Sportart ist eine zentrale Voraussetzung für eine Förderung. Diese Anerkennung prüft künftig der Tiroler Landessportrat. TiSport wird dabei eingebunden.

Wer Förderungen erhalten kann

TiSport gehört nun auch selbst zu den möglichen Förderempfängern. Bisher konnten folgende Stellen Förderungen erhalten:

  • Vereine, die eine vom Landessportrat anerkannte Sportart ausüben
  • Sport-Dachverbände und Sport-Fachverbände
  • der Tiroler Behindertensportverband
  • Tiroler Gemeinden
  • sonstige juristische Personen mit Sitz in Tirol, die mehrheitlich im Eigentum der genannten Förderempfänger stehen

„Der Tiroler Sport entwickelt sich ständig weiter, und unsere Förderungen müssen mit dieser Entwicklung Schritt halten“, sagt Wohlgemuth. Neue Möglichkeiten solle es für junge Talente geben, für gut ausgebildete Trainerinnen und Trainer, für den Spitzensport und für moderne Sportangebote. Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und ein möglichst breiter Zugang zum Sport gehören für ihn selbstverständlich dazu.

Geld für Multisportanlagen und BallCourts

Das Land fördert auch den Neu-, Aus- und Umbau von Sportstätten. Künftig zählen dazu auch die Errichtung, die Erweiterung und die Sanierung von barrierefreien Multisportanlagen und BallCourts. Damit reagiert das Land auf veränderte Bedürfnisse im Breiten- und Freizeitsport.

Solche Anlagen bieten vor allem Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, verschiedene Sportarten unkompliziert und wohnortnah auszuüben. Sie lassen sich vielseitig nutzen. So entstehen zusätzliche Bewegungsangebote im öffentlichen Raum.

Für eine Förderung müssen die Anlagen den geltenden Richtlinien für den Sportstättenbau entsprechen. Außerdem muss die Ausführung barrierefrei sein. So sollen die Angebote möglichst vielen Menschen offenstehen.

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