Die Bahnverbindungen soll verbessert werden. Gleichzeitig soll aber auch das Autobahnnetz ausgebaut werden. Foto: www.BilderBox.com


7. September 2017

Niederösterreich

Öffentlichen Verkehr und Individualverkehr verbinden

Niederösterreich soll nicht nur das größte, sondern zukünftig auch das schnellste Bundesland Österreichs werden. Dieses Ziel formulierte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der Präsentation des „Mobilitätspaket NÖ 2018-2022“.

„Smart cities gibt es viele, Smart countries keines“, stellte Mikl-Leitner fest. Niederösterreich soll nun so ein Smart Country werden – und das Mobilitätspaket sei ein Baustein dafür.

Das Paket soll den öffentlichen Verkehr mit dem Individualverkehr, kleine Gemeinden mit dem urbanen Raum und Niederösterreich mit anderen Bundesländern und über den Flughafen mit der Welt verbinden.

Bahnverbindungen sollen verbessert werden

Im Bereich des öffentlichen Verkehrs werden die Mittel für die Bahnverbindungen schrittweise bis 2022 auf 120 Millionen Euro angehoben werden, das sei „eine Verdoppelung zum Jetztstand“, informierte Mikl-Leitner. Weiters werde es Taktverdichtungen auf den S-Bahn-Achsen sowie mehr Züge auf den Regionalbahnen wie Franz-Josefs-Bahn, Kamptalbahn und Traisentalbahn geben. Dazu kommt eine Vervierfachung der Taktverbindungen rund um Wien, Investitionen von 80 Millionen Euro für attraktivere Busverbindungen und eine Modernisierung der Bahnhöfe mit Investitionen von rund 120 Millionen Euro. Jeder dritte Bahnhof Österreichs liege in Niederösterreich, das unterstreiche, welches Flächenbundesland Niederösterreich sei, so Mikl-Leitner.

Autobahnen werden ausgebaut

Zum Bereich des Individualverkehrs sagte die Landeshauptfrau, dass fünf Autobahnen (A22, A1, A2, A4 und A5) und drei Schnellstraßen (S3, S8 und S34) in Niederösterreich ausgebaut werden. Dazu gehöre auch die S1 Donauquerung (Lobau), mit der die S8 verbunden sei. Außerdem sei man auch sehr aktiv bei der Errichtung von Umfahrungen. Bezugnehmend auf die UVP-Verfahren richtete Mikl-Leitner den Appell an die Bundesregierung, die Verfahrensabläufe zu verkürzen, damit Projekte rascher abgewickelt werden könnten und Mobilität für die Landsleute sichergestellt werden könne.

Mehr Park&Ride-Plätze

Außerdem gehe es auch darum, den öffentlichen Verkehr und den Individualverkehr miteinander zu verbinden, so Mikl-Leitner. Bereits jetzt habe Niederösterreich mit 38.500 Pkw-Stellplätzen mehr Park&Ride-Plätze als alle anderen acht Bundesländer zusammen. Bis 2022 würden jährlich 1.500 Park&Ride-Plätze mit Kosten von 61 Millionen Euro errichtet werden. Die Zahl der Pkw-Abstellplätze werde um 400 auf 2.000 erhöht.

Zukunftsvision Waldviertelautobahn

Das Mobilitätspaket beinhalte auch Zukunftsvisionen, führte die Landeshauptfrau aus, dass man die Diskussion um die Waldviertelautobahn aufnehmen werde und diese durch den Regionalverband geprüft werden solle, alle politischen Mandatare seien dabei eingeladen, sich zu beteiligen. Ein weiteres Zukunftsprojekt sei der U-Bahn-Ausbau von Wien nach Niederösterreich. Weiters sprach Mikl-Leitner die Zukunftstechnologien E-Mobilität und autonomes Fahren an.

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