Landeshauptmann Erwin Pröll (li.) und Bundesminister Andrä Rupprechter (re.) mit „L"-Preisträgern: die Bürgermeister Rudolf Friewald (Michelhausen), Alfred Hinterecker (Mitterbach am Erlaufsee), Margit Straßhofer (Pöggstall) und Kurt Wittmann (Rabenstein an der Pielach). Foto: NLK Pfeiffer


26. Januar 2017

Initiative

Masterplan für den ländlichen Raum wird ausgearbeitet

Zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher leben im ländlichen Raum. Obwohl Regionalität heute gefragt ist wie nie zuvor, ziehen immer mehr Menschen in die Städte. Unter dem Motto „Heimat. Land. Lebenswert“ soll nun ein Masterplan entwickelt werden, um die Rahmenbedingungen für die Menschen in den Regionen zu verbessern. Der Auftakt fand im niederösterreichischen Grafenwörth statt.

Der Masterplan wird unter Federführung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) ausgearbeitet. Länder, Gemeinden sowie Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich einzubringen.

„Es geht um unsere Lebensgrundlage“, betonte Minister Andrä Rupprechter die Bedeutung von hochwertigen Lebensmitteln, sauberem Wasser, einer sauberen Luft und einem waldreichen Land. „Heimat ist, wo wir unsere Wurzeln haben, wo wir unsere Kraft herausholen, wo das Herz ist.“ Im ländlichen Raum gebe es aber auch Gefahren: Frostereignisse, Hochwasser und selbstgemachte Gefahren wie starke Abwanderung, betonte Rupprechter.

Eine Leistungsbilanz gebe es mit der digitalen Leistungslandkarte: Auf maps.bmlfuw.gv.at werde über Projekte in den einzelnen Regionen informiert. Insgesamt seien in Österreich bereits sieben Milliarden Euro investiert worden, davon zwei Milliarden in Niederösterreich. Mit dem Communalaudit Neu bietet das BMLFUW einen „Gesundheitscheck“ zur aktiven Weiterbildung für die Gemeinden.

Auszeichnungen vergeben

Im Rahmen der Veranstaltung wurden für ihre Bemühungen im ländlichen Raum verdiente Personen mit einem „L“ („Lebenswert“) ausgezeichnet: als Testimonials Nadine Schüller (Pillersdorf), Josef Laier (Oberlembach) und Franz Fischer (Raabs an der Thaya), die Direktoren Rosa Raab (HBLA für Land- und Ernährungswirtschaft Schloss Sitzenberg), Reinhard Eder (Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg) und Alois Rosenberger (Francisco Josephinum – Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft, Landtechnik und Lebensmittel- und Biotechnologie), die Bürgermeister Margit Straßhofer (Pöggstall), Kurt Wittmann (Rabenstein an der Pielach), Alfred Hinterecker (Mitterbach am Erlaufsee) und Rudolf Friewald (Michelhausen) sowie Sonja Lehner (Wetzleinsdorf), Reingard Winter-Hager (Lunz am See), Andrea Perschl (Traismauer) und Georg Riha (Tullnerbach).

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