Corona-Gastro
Es wird schon wieder guten Gewissens geschlemmt

Wie? Wann? Was? in der Corona-Gastro | Antworten für Gastronomen

Die Gastronomie in Österreich beginnt seit dem 15. Mai 2020 wieder anzulaufen. Ab dem 15. Juni kehrt sogar noch mehr Normalität in den gastronomischen Betrieb ein. Trotzdem herrschen in manchen Teilbereichen noch Ungewissheiten vor, die sich gerade bei Detailfragen sehr drängend auftun. Aus diesem Grund wollen wir hier eine Reihe von Fragen nicht unbeantwortet lassen.

Frage: Wie lange darf mein Gastronomiebetrieb in Österreich wegen Corona aufsperren?

Bis zum 15. Juni 2020 dürfen die Gaststätten zwischen 06:00 Uhr und 23:00 Uhr offen halten. Ab dem 15. Juni wird die Sperrstunde von 06:00 Uhr bis 01:00 Uhr erweitert. Theoretisch muss auch also nur 5 Stunden am Tag zugesperrt werden.

Frage: Muss ich meinen Gastronomiebetrieb um 06:00 Uhr aufsperren um während Corona zu öffnen?

Nein, wenn spätere Öffnungszeiten ohnehin geplant sind bzw. immer üblich waren, dann muss nicht um 06:00 Uhr aufgesperrt werden. In diesem Zeitfenster von bleiben alle Freiheiten.

Frage: Muss ich meinen Gastronomiebetrieb bis 23:00 Uhr bzw. 01:00 Uhr offen halten, um während Corona aufsperren zu dürfen?

Nein, wie in der obrigen Frage, besteht absolute Öffnungszeitfreiheit innerhalb des gesetzlich erlaubten Rahmens.

Frage: Wie setze ich die 1 Meter Abstandsregelung in Corona-Zeiten am besten als Gastronom um?

In dieser Frage können Gastronomen ihre unternehmerische Kreativität spielen lassen:

  • Es können Hinweisschilder mit einem kleinen Zwinkern verfasst werden. Gerade in den Gemeinden (beispielsweise bei den öffentlichen Mülleimern) hat sich dies als Strategie mit positiven Auswirkungen herausgestellt.
  • Bei einer der großen Fast-Food-Kette wird viel mit Bodenmarkierungen gearbeitet. Gerade durch Unklarheiten kann die Verletzung des 1 Meter Abstand entstehen.
  • Natürlich sollten die Tische nach Möglichkeit schon so aufgestellt werden, dass zwischen den Besuchergruppen der berühmte Meter vorherrscht.
  • Schaufensterpuppen werden manchmal als künstliche Abstandsbarrieren eingesetzt. Vielleicht eignet sich auch ein Plüsch-Baby-Elefant.
  • Lassen Sie Ihre eigene Phantasie spielen. Gemeinden können hier vielleicht gute Ideen im Ort verbreiten.

Frage: Darf beim Servieren der Abstand von 1 Meter unterschritten werden?

Natürlich darf der Abstand beim kurzen Servieren kurz unterschritten werden. Wurf-Kellnern ist nicht notwendig. Corona soll sich schließlich nur übertragen, wenn der Abstand für mehrere Minuten unterschritten wird.

Frage: Sind Buffets in Corona-Zeiten erlaubt?

Diese Frage kann mittlerweile auch mit "Ja" beantwortet werden. Den Buffets sollten jedoch Köche, wie bei einem Frühstücksomlette, beistehen oder die Speisen sollten in Portionen verpackt sein, die sich ohne viel Aufwand entnehmen lassen. Durchaus ein Trend, der auch für die Zeit nach Corona anhalten könnte, denn so wird Verschwendung reduziert und der Putzaufwand bleibt geringer. Eine Trennscheibe ermöglicht das Front-Cooking. Die Devise lautet einfach, den direkten Kontakt zwischen Mitarbeitern und Gästen sowie Gästen untereinander zu vermeiden.

Frage: Warum existieren diese Corona-Vorschriften in der Gastronomie?

Durch die erwähnten Maßnahmen soll die Bildung von Clustern verhindert werden. Man stelle sich nur einen Gast vor, der das Virus bereits ohne Symptome hat. Dieser steckt die Kellnerin an und bevor sie irgendwelche Symptome aufweist, hat sie das Virus an hunderte spätere Gäste weitergegeben. Deshalb macht auch der MNS Sinn, um diese Weiterverbreitung zu reduzieren.

Frage: Darf ich in der Gastronomie auch nach dem 15. Juni 2020 einen MNS tragen?

Wer Angst vor einer zweiten Welle hat, kann ja noch für längere Zeit auf einen stilvollen Mund-Nasen-Schutz setzen. Dies ist nicht verboten. Die Gäste werden sich bestimmt kaum daran stören.