Familienfreundlichkeit ist nicht nur ein Soft Faktor. Foto: www.BilderBox.com

Standortvorteil Familienfreundlichkeit

Do, 31.08.2017 - 10:51

Eine neue Studie im Auftrag der Familie & Beruf Management GmbH belegt die positiven Effekte von familienfreundlichen Maßnahmen für Österreichs Gemeinden. Verglichen wurden zertifizierte familienfreundliche Gemeinden mit nicht zertifizierten Gemeinden. Es zeigt sich, dass die zertifizierten wirtschaftlich besser abschneiden, als jene, die das Gütezeichen „familienfreundlichegemeinde“ noch nicht tragen.

Als Basis für die Studie dienten Informationen aus dem Audit „familienfreundlichegemeinde“. „Wir haben zertifizierte Gemeinden nicht zertifizierten Gemeinden gegenübergestellt und uns dabei auf folgende drei Bereiche konzentriert: Bildung, Bevölkerungsstruktur und Wirtschaft. Durch die Bank zeigt sich, dass zertifizierte Gemeinden besser abschneiden als jene, die sich nicht im Auditprozess befinden. Es gibt also eindeutige positive Zertifizierungseffekte für die Gemeinden“, sagt Studienleiterin Michaela Gstrein.

Wie sich ein Mehr an Familienfreundlichkeit in der Praxis auswirkt, erläutert Werner Entner, Bürgermeister der zertifizierten Gemeinde Münster in Tirol: „Mit der Teilnahme am Audit „familienfreundlichegemeinde“ haben wir einen entscheidenden Schritt für den Standort und für unsere Bürgerinnen und Bürger gesetzt. Unsere beschlossenen familienfreundlichen Maßnahmen reichen vom Generationenspielplatz über einen Waldkindergarten bis hin zu Eltern-Baby-Gruppen und vieles mehr. Für jede Generation ist etwas dabei, die Unterstützung und Freude bei den Bürgerinnen und Bürgern ist sehr hoch und auch unsere Geburtenrate konnten wir steigern“.

Familienfreundlichkeit ist nicht nur ein Soft Faktor

„Lange Zeit wurde Familienfreundlichkeit als ‚Soft Faktor‘ angesehen, als Frage von sozialem Engagement. Diese Denkweise ist zum Glück überholt. Denn heute wissen wir, dass Familienfreundlichkeit zentral für den Wirtschafts-, Lebens- und Zukunftsstandort Österreich ist. In den vergangenen vier Jahren hat sich bereits viel getan: Österreich ist in Sachen Familienfreundlichkeit vom drittvorletzten Platz auf den zweiten Platz in Europa vorgerückt. Diese positive Entwicklung ist auch den Gemeinden zu verdanken, die durch familienfreundliche Maßnahmen und Projekte ein lebenswertes Umfeld für Generationen schaffen“, betonte Familienministerin Sophie Karmasin beim Europäischen Forum Alpbach.

 

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