Am Mieminger Plateau werden jetzt landwirtschaftliche Vorsorgeflächen ausgewiesen.
Foto: Shutterstock/Anibal Trejo

Frei- und Grünräume erhalten

Mi, 16.08.2017 - 14:06

In Tirol sind theoretisch nur rund zwölf Prozent der Landesfläche als Siedlungs- und Wirtschaftsraum nutzbar. Praktisch natürlich deutlich weniger, sollen unbebaute Frei- und Grünräume für Erholung und Landwirtschaft erhalten bleiben. Entsprechend herausfordernd ist es für die Landespolitik, mit den Instrumenten der Raumordnung eine geordnete Landesentwicklung zu steuern. Vor diesem Hintergrund wurde 2015 vom Tiroler Landtag eine Entschließung zum Erhalt von hochwertigen, landwirtschaftlichen Böden gefasst.

Der Landtagsentschließung folgend, wurden einerseits bestehende Raumordnungsprogramme für landwirtschaftliche Vorrangflächen und überörtliche Grünzonen überarbeitet und fortgeschrieben. Andererseits werden neue Raumordnungsprogramme für landwirtschaftliche Vorsorgeflächen landesweit nach einer einheitlichen Methodik erstellt. Dies unter besonderer Beachtung der Bodenbonität, der Flächengröße sowie der Hangneigung mit dem Ziel, die zeitgemäße Entwicklung einer leistungsfähigen und nachhaltigen Landwirtschaft zu ermöglichen und zu sichern.

Landesrat Johannes Tratter: „Ich freue mich, dass auf dieser neuen rechtlichen Basis jetzt erstmals auch für die Gemeinden des Planungsverbandes Inntal-Mieminger Plateau landwirtschaftliche Vorsorgeflächen ausgewiesen werden.“

Vorsorgeflächen für langfristige Versorgungssicherheit

Auch im Großraum Innsbruck wurden die bestehenden Raumordnungsprogramme bereits überprüft und fortgeschrieben. Die Arbeiten werden in Kürze mit der Verordnung der landwirtschaftlichen Vorsorgeflächen für das westliche Mittelgebirge abgeschlossen. Für Tratter ist ein ausreichender Bestand landwirtschaftlicher Vorsorgeflächen wichtig für langfristige Versorgungssicherheit: „Grund und Boden ist in unserem Gebirgsland Tirol stark nachgefragt. Ob Wirtschaft, Wohnen, Tourismus oder Landwirtschaft: Die Nutzungsansprüche sind ebenso berechtigt wie vielfältig. Umso wichtiger ist es, auszugleichen und genügend Ressourcen sicherzustellen.“

Bislang wurden in neun Planungsverbänden entsprechende Flächen ausgewiesen, in vier weiteren Planungsverbänden laufen bereits die Raumordnungsverfahren.

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