Hochwasserschutzbauen an der Mattig
Foto: Land Salzburg

Neue Hochwasser-Gefahrenzonenpläne aufgelegt

Mi, 24.05.2017 - 12:14

Die Gefahrenzonenpläne an insgesamt neun Gewässerabschnitten in acht Gemeinden wurden überarbeitet. In sämtlichen Gemeinden wurden zuvor Hochwasserschutzprojekte fertiggestellt. Die neuen Gefahrenzonen sind deutlich kleiner. Damit steigen die räumlichen Entwicklungsmöglichkeiten für viele Gemeinden.

„Am Beispiel der Gemeinde Unternberg im Lungau kann man beim Vergleich der Gefahrenzonenpläne vor und nach der Umsetzung der Schutzbauten deutlich erkennen, dass im vormals massiv vom Hochwasser der Mur bedrohten Ort die Gefahrenzonen nun deutlich kleiner sind“, meint Landesrat Josef Schwaiger. „In vielen Orten ist die positive Folge davon, dass frühere rote Zonen mit Bauverboten nach der Errichtung des Hochwasserschutzes wieder für die Ortsentwicklung und beispielsweise auch für den Wohnbau nutzbar sind.“

Neu aufgelegt wurden die Gefahrenzonenpläne für die Gemeinden Straßwalchen (Hainbach mit Nebengewässer), Obertrum (Mattig), Hallein (Salzach und Oberalm), Altenmarkt im Pongau (Enns), Flachau (Litzling), Unternberg (Mur), Dorfgastein (Gasteiner Ache) und Bruck an der Großglocknerstraße (Fuscher Ache).

„In vormals vom Hochwasser gefährdeten Siedlungsbereichen können die Gefahrenausweisungen nun zum Großteil zurückgenommen werden“, sagt Landesrat Schwaiger.

In aufwendigen Modellberechnungen und genauen Analysen wurden die wahrscheinlichen Szenarien und Hochwasserabflussbereiche in den acht Gemeinden neu errechnet und ausgewiesen. Neben Einsatzkräften hilft dieses Wissen vor allem bei der Erstellung von räumlichen Entwicklungskonzepten und schafft Bewusstsein in der Öffentlichkeit. Schwaiger: „Die Menschen in den betroffenen Gemeinden nehmen die Berechnungen sehr ernst. Vor allem geht es darum, dass in die Gefahrengebiete keine Objekte mehr gebaut werden, um nicht unnötig Menschenleben zu gefährden."

Die Gefahrenzonenpläne können auf der Website des Landes heruntergeladen werden.

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