Niederösterreich liegt in der Kindertagesheimstatistik über dem Österreich-Durchschnitt.
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Ausbau der Kinderbetreuung zeigt Wirkung

Fr, 16.09.2016 - 13:49

In Niederösterreichs Kindergärten werden laut Statistik Austria bereits rund 52.900 Kinder im Alter von zweieinhalb bis sechs Jahren betreut, in Tagesbetreuungseinrichtungen (Krippen und altersgemischte Betreuungseinrichtungen) sind es rund 4.000 Kinder. Auch die Betreuungsquote der null- bis zweijährigen Kinder ist erneut auf 24,6 Prozent angestiegen. Landesrätin Barbara Schwarz will für den weiteren Ausbau Geld vom Bund.

96,8 Prozent der drei bis fünfjährigen niederösterreichischen Kinder besuchen laut Kindertagesheimstatistik eine institutionelle Kinderbetreuungseinrichtung. „Damit liegen wir weit über dem Österreich-Durchschnitt von 93 Prozent“, sagt Landesrätin Barbara Schwarz. Bei den Vierjährigen liegt die Quote laut Statistik Austria sogar bei 99,3 Prozent. „Eine Diskussion über ein verpflichtendes zweites Kindergartenjahr stellt sich also in unserem Bundesland de facto gar nicht. Niederösterreichs Familien haben die Bedeutung der Elementarpädagogik längst erkannt und wissen, welch tolle Arbeit in unseren Betreuungseinrichtungen geleistet wird", erklärt Schwarz.

Forderung an den Bund

„Diese Daten beweisen einmal mehr, wie erfolgreich Gemeinden und Land Niederösterreich gemeinsam an der Entwicklung von Kinderbetreuungsangeboten arbeiten, die den Bedürfnissen und Wünschen der Eltern zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf entsprechen. Ich sehe daher die gestern veröffentlichte Statistik und den OECD-Bericht „Education at a glance" als ganz klaren Auftrag an den Bund, auch nach Auslauf der 15a Vereinbarung im Jahr 2017 ausreichend Mittel für einen weiteren Ausbau der institutionellen Kinderbetreuungsangebote zur Verfügung zu stellen", so die Landesrätin.

Bis zum Jahr 2017 stehen für Niederösterreich aus einer 15a Vereinbarung mit dem Bund insgesamt 55,4 Millionen Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung zur Verfügung. Die Fördermittel können beispielsweise für die Schaffung zusätzlicher Plätze, zur räumlichen Qualitätsverbesserung, für die Verlängerung der Öffnungszeiten oder die Verbesserung des Betreuungsschlüssels verwendet werden. Schwerpunkt ist auch hier der Ausbau der Kinderbetreuung für unter dreijährige Kinder. Besonders gefördert werden ganztägige flexible Angebote, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf maßgeblich erleichtern.

In Niederösterreich nimmt durchschnittlich eine zusätzliche Kinderbetreuungsgruppe pro Woche ihren Betrieb auf. Neue Kinderbetreuungsplätze entstehen derzeit unter andrem in Schweiggers, Zeillern, Krems, Ybbs, Neulengbach und Seitenstetten.

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