Der niederösterreichische Umweltlandesrat Stephan Pernkopf und Politikwissenschafter Peter Filzmaier bejubeln die Ergebnisse der Studie. Foto: NLK

87 Prozent der Niederösterreicher sind mit der Umwelt zufrieden

Do, 27.08.2015 - 12:14

Eine von Univ.-Prof. Peter Filzmaier erstellte Studie zeigt, dass eine große Mehrheit der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher mit der Energie- und Umweltpolitik in ihrem Bundesland zufrieden ist. Gewünscht werden die Wiederherstellung natürlicher Flussläufe sowie weniger Verbau von Flächen außerhalb von Ortschaften.

„Die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher beurteilen die Umweltsituation zu 87 Prozent als gut oder sogar sehr gut, die Umweltqualität wird sehr hoch bewertet und die Bürgerinnen und Bürger haben Verbesserungen in den letzten Jahren wahrgenommen. Generell sind die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher optimistisch und umweltbewusst, sie sind stolz auf die intakte Natur in ihrer Heimat und honorieren die fokussierte Umweltpolitik“, fasst Filzmaier zusammen. Damit wird die Umweltqualität im Heimatbundesland höher bewertet als in Gesamtösterreich (75 Prozent).

Energiepolitik

Vier von fünf Personen in Niederösterreich befürworten den Ausbau und die Förderung umweltfreundlicher Energieformen. Dazu Umweltlandesrat Stephan Pernkopf: „Wir wollen weg von der Atomkraft und setzen stattdessen voll auf Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse. Wir haben uns schon vor sechs Jahren zum Ziel gesetzt, bis zum Ende des heurigen Jahres den gesamten Stromverbrauch aus Erneuerbarer Energie zu decken. Auch wenn diese Zielerreichung für einige Landesbürgerinnen und -bürger noch schwer vorstellbar habe ich eine gute Nachricht: Wir befinden uns bereits im Endspurt und halten aktuell bei 97 Prozent! Die nächsten Wochen werden zeigen, ob wir unser Ziel erreichen.“

Naturschutz und Raumordnung

Stolz zeigen sich die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher bei der Frage nach den geschützten Naturräumen in ihrem Bundesland, fast zwei Drittel sagen für den Naturschutz werde genug getan. Pernkopf: „Mit zwei Nationalparks, 23 Naturparken und dem einzigartigen Wildnisgebiet am Dürrenstein sind wir ein wahres Naturland. Das Wildnisgebiet im Ötschergebiet, immerhin der größte Urwald Mitteleuropas, soll nun auch zum UNESCO Welt-Naturerbe erklärt werden. Einen zusätzlichen Schwerpunkt setzen wir bei der Wiederherstellung natürlicher Flussläufe. Das wünschen sich nicht nur Flora und Fauna, sondern auch 33 Prozent der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher. Aktuell laufen große Renaturierungsprojekte an der Donau, der Traisen und vielen anderen Flüssen und Bächen, und mit dem neuen ‚Regionalprogramm zum Schutz der NÖ Gewässer‘ wurde ein zusätzliches Instrument zum Schutz der Fließstrecken erst kürzlich gemeinsam mit dem Umweltdachverband vorgestellt.“

Größere Anstrengungen verlangen die Bürgerinnen und Bürger auch beim Thema Bodenschutz, jeder zweite Befragte wünscht sich stärkeres Engagement gegen die Bebauung von Flächen außerhalb von Ortschaften. „Ich werte dies als Bestätigung für die Arbeit der letzten Monate, in denen wir bereits einiges auf den Weg gebracht haben, z. B. ein neues Raumordnungsprogramm für das südliche Weinviertel und das Tullnerfeld. Rund um die Bundeshauptstadt Wien haben wir vor wenigen Wochen Siedlungsgrenzen verordnet, die der Zersiedlung Einhalt gebieten sollen. Um weitere Maßnahmen zu diskutieren, werde ich im Oktober zu einem eigenen Symposium mit Experten einladen“, so Pernkopf abschließend.

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