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Gemeinden verzichten auf Pestizide

Mo, 20.07.2015 - 12:59

"Bürgermeisterinnen und Bürgermeister können in ihrer Gemeinde ein Bekenntnis zum Verzicht auf Pestizide mit einer Anordnung festlegen", sagt Niederösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka.

95 Prozent der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher wünschen sich, dass in Gärten und öffentlichen Grünräumen keine Pestizide verwendet werden. „Ein Verzicht auf das Unkrautvernichtungsmittel ,Round-up‘ ist möglich“, meint Sobotka. Er verweist auf den niederösterreichischen Straßendienst und mechanische und thermische Verfahren, um das unerwünschte Beikraut zu beseitigen. „Thermische Verfahren nutzen Hitze, um Unkräuter zum Absterben zu bringen. Mechanische Unkrautbekämpfung setzt in der Regel Bürsten oder Besen ein“, führt Sobotka aus. Der Einsatz dieser neuen Verfahren sei mit einem Mehraufwand verbunden, der sich aber lohne, „weil wir die Verpflichtung haben, auf unsere Natur und auf unsere Grünräume besonders zu achten.“ Die Aktion „Natur im Garten“ setzt sich seit 15 Jahren für die ökologische Pflege von Gärten und Grünräumen ein. „,Natur im Garten‘-Gemeinden bekennen sich dazu, auf Pestizide, chemisch-synthetischen Dünger und Torf zu verzichten“, so Sobotka. Es bedürfe aber der Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bauhof, die diese öffentlichen Grünräume bzw. Freiräume in den Kommunen betreuen und pflegen. Die Expertinnen und Experten von ‚Natur im Garten‘ entwickeln dann vor Ort ein Grünraumbetreuungskonzept und ein Schulungskonzept, um die Gemeinden auf ihrem Weg zum ökologischen Gärtnern bestmöglich zu begleiten. „Bürgermeisterinnen und Bürgermeister können in ihrer Gemeinde ein Bekenntnis zum Verzicht auf Pestizide mit einer Anordnung festlegen“, so Sobotka. Um „Natur im Garten“-Gemeinde zu werden, bedürfe es eines Beschlusses im Gemeinderat. In Niederösterreich bekennen sich bereits 105 Gemeinden zum Verzicht auf Pestizide, 26 Kommunen sind „Natur im Garten“- Gemeinden".

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