Irmgard Hitthaler vom Büro PlanSinn, Christina Ruland, Schulleiterstellvertreter Peter Trötzmüller, Bürgermeister Karl Moser, Manuel Meller, Projektleiter Peter Böhm und Klassensprecherin Sophie Weinberger

Schüler planen ihre Gemeinde

Fr, 12.06.2015 - 12:58

"Wie möchte ich in Zukunft leben, arbeiten, wohnen oder mobil sein – und wie kann das Yspertal der ideale Lebensraum dafür sein?" Diesen Themen widmete sich eine Klasse der Höheren Lehranstalt für Umwelt und Wirtschaft Yspertal im Rahmen des Projektes My Life 24/24.

Eine Woche lang waren die Jugendlichen in der Gemeinde unterwegs, um das Yspertal aus neuen Blickwinkeln zu betrachten, Perspektiven zu finden und schließlich Ideen zu formulieren, wie sich der Ort entwickeln könnte, damit er auch in Zukunft noch ein vielseitiger Lebensraum für alle Generationen ist. Fachliche Unterstützung bekamen sie dabei von der Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik vom Amt der NÖ Landesregierung.

Mit offenen Augen durch die Gemeinde

Nach einer fachlichen Einführung zu den Themen Raumordnung und Gemeindeentwicklung begaben sich 22 junge Menschen der HLUW Yspertal mit Kamera bewaffnet auf eine Forschungsreise durch die Ortschaft und hielten die aus ihrer Sicht vorhandenen Stärken aber auch Defizite bildlich fest.

Um auch die Sichtweise und Rolle der Gemeinde kennenzulernen, statteten die Jugendlichen dem Bauamt der Marktgemeinde Yspertal einen Besuch ab. Bürgermeister Karl Moser und Amtsleiter Alois Schauer erklärten die Aufgaben und Planungsinstrumente der Kommune. Langsam entwickelten die Schülerinnen und Schüler ein Gespür für Raumstruktur, Siedlungsentwicklung, Mobilitätsformen, Flächenverbrauch, Energieverbrauch und auch wirtschaftliche Aspekte.

Solcherart sensibilisiert wollte man schließlich noch die Sichtweise der Bevölkerung kennenlernen. Im Rahmen von Interviews auf der Straße und in Geschäften erforschte man die Bedürfnisse der Einheimischen.

Wie soll die Zukunft aussehen?

Nun ging es an die Planung. Was braucht es tatsächlich, um in der Gemeinde in Zukunft ein gutes Leben führen zu können? In dieser Phase versuchten die Jugendlichen ihre eigenen Ideen mit den Bedürfnissen anderer Generationen in Einklang zu bringen und sinnvolle Veränderungsmöglichkeiten für die Gemeinde auf einem Plan darzustellen. Wesentlich war dabei, dass es nicht um ein „Wunschkonzert“ für die Gegenwart ging, sondern um Weichenstellungen und sinnvolle Visionen für ein Yspertal der Zukunft.

Schließlich erfolgte die Übergabe der Ideen an die Marktgemeinde Yspertal. Bürgermeister Karl Moser bescheinigte den Jugendlichen mit einem Abschluss-Zertifikat ihr Engagement: „Ich glaube, gerade die Jugend kann mit ihrer Kreativität einen wichtigen Beitrag zur Gemeindeentwicklung liefern. Wir werden gerne auf ihre Vorschläge zurückkommen.“

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