Einsatzzentrum Gosau

Do, 11.06.2015 - 17:48

Ein funktionelles Einsatzzentrum wurde in einen markanten Grünzug am Talboden des Gosautales mit direktem Blick auf den Gosaukamm integriert. Das Projekt wurde für den IMPULS Gemeindeinnovationspreis in der Kategorie "Baukultur" eingereicht.

Architekturbeschreibung: ANY:TIME Architekten

Dass Gosau eine erfolgreiche Tourismusgemeinde ist, ist hinlänglich bekannt. Grundstein für die Beliebtheit bei den Gästen ist wohl die einzigartige alpine Landschaft mit ihren vielen Möglichkeiten sich hierin sportlich zu betätigen. Die Landschaft und den bestehenden Kulturraum mit seinen typischen  landwirtschaftlichen Strukturen möglichst unangetastet zu belassen, war ein wesentlicher Aspekt bei der Erstellung des architektonischen Konzepts. So entstand der einfache Gedanke das geforderte, doch beträchtliche, Volumen der drei Funktionen Sraßenmeisterei, Feuerwehr und Bergrettung unter einem Stück Landschaft zu integrieren und somit die geforderte Baumasse visuell unter dem Gelände zu reduzieren. Typisch für die Umgebung des Einsatzzentrums sind leichte Geländewellen, die die Topographie des Talgrunds prägen. Unter einer künstlich geschaffenen Geländewelle längs zur Talrichtung wurde das Gebäude entwickelt. Wäre der Schlauchturm der Feuerwehr nicht, würde man das Gebäude beim Blick Tal einwärts Richtung Gosaukamm nicht wahrnehmen.  Freilich nimmt man das Einsatzzentrum beim näher kommen entlang der Gosausee-Bezirkstraße in seiner vollständigen Größe wahr. Hier findet man aber einen Gebäudemaßstab vor, wie ihn die umliegenden landwirtschaftlichen Strukturen vorlegen. So integriert sich das Gebäude als zeitgemäßer Funktionsbau  in die Landschaft. Ein typisches topographisches Phänomen mit infrastrukturellem Inhalt als Architekturkonzept.

 

Nutzungsbeschreibung: Gemeinde Gosau

Mit dem neuen Einsatzzentrum erhalten die Freiwillige Feuerwehr, der Bergrettungsdienst und die Straßenmeisterei eine technische und funktionell optimal abgestimmte Heimstätte. Es werden  Synergien genutzt und die gegenseitige Unterstützung gefördert.  Diese Synergien ergeben sich durch die gemeinsame Nutzung der Waschanlage, Sanitäranlagen, Zutrittssystem, Parkplätze, Strom- Daten- Heizung- Warmwasser- und Druckluftversorgung. Die gegenseitige Unterstützung wird durch das neue Gebäude gefördert: gemeinsame Übungen und Veranstaltungen, gemeinsame Hilfs-Einsätze. Besonders bewährt hat sich das Einsatzzentrum beim Hochwasser 2013. Über Funk konnten die Einsatzkräfte zielgenau auf kürzestem Weg zu den Einsatzorten dirigiert werden. Im Einsatzzentrum konnte eine übersichtliche Lagekarte geführt werden und über die eigene Wetterstation die Wetterentwicklung überwacht werden.

 

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