BürgerInnengärten in Mistelbach

Do, 11.06.2015 - 16:56

Seit Frühling 2014 ist es in Mistelbach möglich, eine Selbsternteparzelle von der Stadtgemeinde anzumieten und zu bepflanzen. Mieter sind neben Familien mit Kleinkindern, eine Schulklasse und Bürger verschiedenster Herkunft. Das Projekt wurde für den IMPULS Gemeindeinnovationspreis in der Kategorie "Klima und Umwelt" eingereicht.

Eigenes Gemüse kultivieren, pflegen und natürlich ernten! Seit 2014 ist das auch im Stadtgebiet von Mistelbach in Form der "Mistelbacher BürgerInnengärten“ möglich. Mit dem neuen Standort, in der Franz Josef Straße wurde eine mitten im Grünen und doch in der Nähe des Zentrums liegende Fläche geschaffen. Rund 30 Mieterinnen und Mieter können auf 30 oder 60m² großen Parzellen ein Gemüseparadies im Grünen entstehen lassen oder Blumen anbauen. Die Gartenflächen sind eingezäunt sowie mit einem Wasseranschluss und mehreren Wasserentnahmestellen ausgestattet. Es bleibt jedem Mieter selbst überlassen, welches Gemüse bzw. welche Pflanzen angebaut werden. Einzige Vorgaben: Die Parzellen müssen biologisch bewirtschaftet, mit einjährigen Pflanzen besetzt werden sowie eine laufende Bearbeitung bzw. Pflege der jeweiligen Mietfläche erfolgen. Die Mieter übernehmen im Frühjahr zu Saisonbeginn eine Parzelle und bezahlen einen Saisonbetrag in der Höhe von 40 Euro für eine 30m² Parzelle oder 80 Euro für einen 60m² große Parzelle. Nach der Ernte im Herbst wird die Fläche wieder an die Stadtgemeinde zurückgegeben. Diese sorgt für die Bodenbearbeitung im Herbst und im Frühling sowie für die Entsorgung des Kompostes. Ergänzend dazu organisiert die Stadtgemeinde “ Vorträge und/oder Seminare bez. Gemüseanbau von „Natur im Garten“ wahlweise auch vor Ort. Besonders erfreulich ist, dass heuer u. a. eine Schulklasse eine Parzelle angemietet hat und die Betreuung und Pflege als praktischen Teil in den Unterricht mit einfließen lässt. Unter den Mietern befinden sich u. a. mehrere Familien mit Kleinkindern. Auch ihnen ist es ein besonderes Anliegen, selbst gezogenes, biologisches Gemüse zu produzieren, dass erst dann geerntet wird, wenn es reif ist. Einer der Gründe warum Gemüse im eigenen Garten angebaut wird, ist auch regionale Produkte konsumieren zu können, deren ökologischer Fußabdruck minimal ist und somit zum Klimaschutz beiträgt. In einer Feedbackrunde nach der Saison haben die Mieter die Möglichkeit Wünsche und Anregungen vorzubringen. Der Erfolg des vorigen Jahres hat gezeigt, dass ein harmonischer Umgang unter den Mietern verschiedenster Herkunft herrscht und der Garten auch als Kommunikationsort und Treffpunkt der Mieter genutzt wird.

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