Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl, Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner und Landesrat Stephan Pernkopf stellten die neuen Förderungen vor.
Foto: NÖ Landespressedienst/Reinberger

Neue Unterstützung für Energie-Spar-Gemeinden

24. Oktober 2016
Niederösterreich hat im Jahr 2011 ein Energie-Effizienz-Gesetz beschlossen. In diesem Zusammenhang wurde auch ein Maßnahmenpaket ins Leben gerufen, um die Gemeinden beim Energiesparen und beim Einsatz erneuerbarer Energieträger zu unterstützen. Von der Nutzung der Solarenergie bis zu kommunalen Elektro-Fahrzeugen reichen die Förderungen, die zur Verfügung stehen. Nun gibt es neue Förderungen für den Umstieg von Öl- oder Gasheizung auf Biomasse bzw. Wärmepumpe.


Bedarfszuweisung für Energie-Spar-Gemeinden



Jetzt wird die Initiative erweitert: Gemeinden werden beim Umstieg von Öl- oder Gasheizung auf Biomasse bzw. Wärmepumpe unterstützt. Dadurch soll es ihnen leichter werden, die Klimaziele zu erreichen. Die Finanzsonderaktion wird bis Ende 2017 verlängert, gleichzeitig wird eine neue Bedarfszuweisung für Energie-Spar-Gemeinden geschaffen. Beim Umstieg von Öl- und Gasheizung auf erneuerbare Energie werden die Gemeinden mit maximal 30 Prozent der Kosten bzw. einem Maximalbetrag von 10.000 Euro unterstützt.



„Kleine Maßnahmen haben oft eine sehr große Wirkung“, meinte Landesrat Stephan Pernkopf. So sei man in der Gemeinde Pfaffstätten durch die monatliche Ablesung auf einen Wasserrohrbruch aufmerksam geworden. 145 Photovoltaikanlagen seien im Zuge der Aktion „Energie-Spar-Gemeinde" installiert worden und 78 Gebäude seien thermisch saniert und an Biomasse-Nahwärmeanlagen angeschlossen worden.

Aktion „Energiespar-Pfarren“



Im Zuge der Aktion „Energiespar-Pfarren“ wurden bereits 71 Projekte in den Pfarren umgesetzt. „Wir wollen weg vom Heizöl und wollen alle Gebäude des Landes Niederösterreich von der Straßenmeisterei bis hin zum Landesklinikum bis zum Jahr 2020 auf Biomasse etc. umstellen. Wir wollen auch die Elektromobilität weiter unterstützen, 74 Elektrofahrzeuge in den Kommunen sind bereits angekauft worden“, so Pernkopf.