Mürzzuschlag wehrt sich gegen einseitige Berichterstattung

15. Januar 2016
Der ORF brachte in der Sendung „Am Schauplatz“ eine Reportage über das obersteirische Mürzzuschlag. In der Gemeinde ist man über die Art, wie die Stadt dort dargestellt wurde, nicht erfreut.





In einem offenen Brief wehrt sich Bürgermeister Karl Rudischer gegen die einseitige, imageschädigende Darstellung. „In dieser Dokumentation haben Redakteure ganz bewusst die wirtschaftliche und stadtpolitische Entwicklung der letzten Jahre ignoriert, um eine sozialromantische These vom Nichtwahrhabenwollen des Niedergangs der Arbeiterschaft in einer Stahlregion aufrecht erhalten zu können“, so Rudischer. „Natürlich, man findet immer und überall Menschen, die einem nach ständig wiederholten Suggestivfragen wie ‚Es ist schwer Arbeit zu finden, überlegen Sie, ob sie wegziehen?‘ Thesen bestätigen. Und ja, für manche am Schauplatz Mürzzuschlag war der Strukturwandel traumatisch. Ich widerspreche aber entschieden und vehement der Grundaussage dieser Sendung

Erfolgsgeschichte wurde ignoriert



Bereits bei den Dreharbeiten der Sendung habe sich gezeigt, dass die Reporter ausschließlich die Situation der achtziger Jahre als Basis für ihre Recherchen genommen haben und nur Beweise für ihre Arbeitsthese des Niedergangs der Stadt gesucht haben, kritisiert Rudischer. „Doch die Entwicklung der Stadt ist eine Erfolgsgeschichte“, betont der Bürgermeister und kann dies auch mit eindrucksvollen Daten, Fakten, Zahlen belegen.



So seien nach der Krise der Vereinigten Edelstahlwerke rund 900 Arbeitsplätze in den Nachfolgebetrieben entstanden. Als Leitbetrieb biete die Böhler Bleche GmbH rund 550 Beschäftigten einen sicheren Arbeitsplatz. So kommen die Aufhängungen für die Triebwerke des Airbus A330 beispielsweise aus Mürzzuschlag