Kinderbetreuungsquote ist top
Fast alle Drei- bis Fünfjährigen gehen in den Kindergarten.
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Kinderbetreuungsangebot ist gefährdet

2. Juli 2018
In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Unter-Dreijährigen in Kinderbetreuungseinrichtungen mehr als verdoppelt. Laut Statistik Austria wird aktuell österreichweit jedes vierte Kind unter drei Jahren in Betreuungseinrichtungen betreut. Auch bei den Drei- bis Fünfjährigen zeigt sich, dass schon 93,7 Prozent dieser Kinder einen Kindergarten besuchen.

„Obwohl es zwischen den Bundesländern noch teils größere Unterschiede bei den Betreuungsquoten gibt, muss man klar sagen, dass wir in den letzten Jahren schon vieles gemeinsam geschafft haben. Dennoch gilt es jetzt rasch Tempo zu machen und bei den Verhandlungen zu den neuen 15a-Vereinbarungen einen raschen Abschluss zu finden“, betont Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl.

15a-Vereinbarungen laufen aus

Im Bereich der Kinderbetreuung gibt es insgesamt drei 15a-Vereinbarungen zwischen dem Bund und den Ländern, die alle in diesem Jahr auslaufen und seit Monaten verhandelt werden. Die Vereinbarungen über die sprachliche Frühförderung, den Ausbau des institutionellen Kinderbetreuungsangebotes und zum verpflichtenden Kindergartenjahr.

Riedl: „Die Gemeinden planen jetzt fürs nächste Kindergartenjahr und wenn wir das Angebot der Kinderbetreuung sichern und auch ausbauen wollen, brauchen die Gemeinden jetzt Klarheit und Finanzierungssicherheit über mehrere Jahre hinweg. Wenn wir nicht in Kürze eine gemeinsame Einigung zu den 15a-Vereinbarungen finden, ist unser bereits dichtes Kinderbetreuungsangebot gefährdet und der weitere Ausbau kaum möglich. Dabei ist für die Gemeinden aber auch klar, dass wir kein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr brauchen, denn die Betreuungsquote in dieser Altersgruppe ist bereits äußerst hoch.“