Landesrätin Christine Baur, EP-Vizepräsidentin Ulrike Lunacek, Unterkunftsleiterin Stefanie Fauster, der Sistranser Bürgermeister Josef Kofler sowie Eva Thelen und Pia Krismer von SisAL bei der Besichtigung der Grundversorgungseinrichtung Aldrans/Sistrans.
Foto: Land Tirol/Reichkendler

Zwei Gemeinden arbeiten bei der Flüchtlingsbetreuung zusammen

31. März 2017
Die Gemeinden Aldrans und Sistrans im Bezirk Innsbruck-Land führen gemeinsam ein Asylwerberheim. Die Unterkunft steht zur Hälfte auf Sistranser und Aldranser Gemeindegebiet – die beiden Orte teilen sich die Abgaben sowie die Betreuung der dort lebenden Kinder.





„Ich besuche gerne solche funktionierenden Erfolgsprojekte“, meinte EP-Vizepräsidentin Ulrike Lunacek beim Lokalaugenschein. „In meiner Funktion komme ich europaweit in viele Länder und kann dann auf diese Beispiele mit Vorzeigecharakter verweisen – vor allem in Ländern, die derzeit keine oder wenig Asylsuchende aufnehmen“.



Derzeit leben 25 Asylwerberinnen und -werber aus Afghanistan, Iran, Irak, Nigeria, Pakistan und Syrien in der Unterkunft, darunter zwei Familien mit kleinen Kindern. Die Bewohnerinnen und Bewohner versorgen sich weitgehend selbst: sie kochen, waschen ihre Wäsche und sind auch für die Reinigung verantwortlich.



„Die Asylwerberinnen und Asylwerber sind in unseren Gemeinden engagiert und leisten gemeinnützige Arbeit. Im Moment haben wir mit dem Frühjahrsputz im Gemeindegebiet viel Arbeit und können diese Unterstützung aus der Grundversorgungseinrichtung gut gebrauchen“, berichtet der Sistranser Bürgermeister Josef Kofler.