Jagd und Forst gehen in Tirol einen gemeinsamen Weg. Foto: www.BilderBox.com, Erwin Wodicka

Neues Jagdgesetz

30. September 2015
Am 1. Oktober tritt die Novelle des Tiroler Jagdgesetzes in Kraft. Ziel ist die Erreichung eines dem Lebensraum angepassten Wildstandes durch die Verbesserung der Abschussplanung sowie deren Einhaltung.





Eine wesentliche Änderung im Tiroler Jagdgesetz ist auch die jährliche Jagdjahrvorbesprechung im Vorfeld der Abschussplanung. Dort werden die für die Abschussplanung maßgeblichen Faktoren gemeinsam erörtert.

Wildfütterung



Regelungen gibt es künftig auf für die Wildfütterung. Da Zahl und Standort von Fütterungsanlagen Einfluss auf die Entwicklung des Jungwaldes haben, gibt es in diesem Bereich Regelungen, die Verbiss-, Schäl- und Fegeschäden vermeiden sollen. Die entsprechende Durchführungsverordnung zum Jagdgesetz sollen noch im heurigen Jahr erlassen werden.

57 Prozent der Waldflächen beeinträchtigt



Rückenwind für das neue Miteinander von Jagd und Forst in Tirol gibt es durch den Wildschadensbericht des Bundes 2014, der demnächst im Parlament behandelt wird. Im Bundesländervergleich rangiert Tirol, was die Beeinträchtigungen des Waldes durch Wild und Weidevieh anlangt, im Mittelfeld. Rund 57 Prozent der Waldflächen in Tirol wie auch in Salzburg weisen einen starken Wildeinfluss – sprich Verbiss- und Fegeschäden – auf. Im Burgenland sind es fast 88 Prozent, in der Bundeshauptstadt Wien hingegen 44 Prozent.

Miteinander aller Naturnutzer



Das Land Tirol setzt bei der nachhaltigen Verbesserung des Waldzustandes nicht nur auf forstliche und jagdliche Maßnahmen, sondern bezieht alle Erholungssuchenden ein. Wo permanent Erholungssuchende und Sportler unterwegs sind, zieht sich auch das Wild zurück. Dort wo es zu Nutzungskonflikten kommen kann, wollen wir durch Lenkungsmaßnahmen und bedarfsgerechte Angebote wie etwa ausgewiesene Singletrail-Strecken oder markierte Aufstiegsrouten für Skitourengeher ein Miteinander ermöglichen.