Galtür
In den Tiroler Gemeinden, hier Galtür, ist es nach Verhängung der de facto Ausgangssperre ruhig geworden.
© Stephan Haerer/stock.adobe.com

Große Solidarität in den Tiroler Gemeinden

Die fortschreitende Verbreitung des Coronavirus in Tirol, machte weitreichend Maßnahmen nötig. Unter anderem wurde seitens des Landes eine de facto Ausgangssperre verhängt. Das brachte drastische Einschnitte für das Leben aller Tirolerinnen und Tiroler. Doch wie ein Blick in einige Gemeinden zeigt, ist das Verständnis dafür durchaus groß.

Galtür, Bürgermeister Anton Mattle 

Anton Mattle, Bürgermeister von Galtür
„Schwierig war es anfangs, die Leute davon zu überzeugen, auf sportliche Aktivitäten zu verzichten.“

„Bei uns ist es sehr ruhig, die Ausgangssperre wird eingehalten. Schwierig war es anfangs, die Leute davon zu überzeugen, auf sportliche Aktivitäten zu verzichten. Bei jedem möglichen Unfall wäre aber ärztliche Hilfe nötig. Und die Mediziner sind derzeit einfach anders gebunden“, sagt Bürgermeister Anton Mattle aus Galtür. Die Gemeinde dort ist auch Postpartner, dieser Service wurde zur Grundversorgung zählend auch aufrecht erhalten. „Ansonsten haben wir die Dinge vorübergehend neu strukturiert. Wer Hilfe benötigt, bekommt diese selbstverständlich auch“, stellte Mattle klar.

Ischgl, Bürgermeister Werner Kurz

Werner Kurz, Bürgermeister von Ischgl
„Wir sind ärztlich gut aufgestellt und auch hervorragend mit dem Krankenhaus im Zams vernetzt.“

Sehr ruhig ist es zuletzt auch in der Paznauner Nachbargemeinde Ischgl, wie Bürgermeister Werner Kurz bestätigte. „Ich selbst bin rund um die Uhr erreichbar. Das ist sehr wichtig für die Menschen, die auch viel anrufen. Ansonsten sind wir vor allem ärztlich gut aufgestellt und auch hervorragend mit dem Krankenhaus in Zams vernetzt. Etwaige Gemeinderatssitzungen haben wir bis auf weiteres abgesagt.“

Haiming, Bürgermeister Josef Leitner

Josef Leitner, Bürgermeister von Haiming
„Der Großteil der Belegschaft hat Sonderurlaub.“

In der Obstbaugemeinde Haiming wurde das Gemeindeamt geschlossen, ein Journaldienst steht zur Verfügung. „Der Großteil der Belegschaft hat Sonderurlaub, auch den Recyclinghof haben wir eine Woche zugemacht. Gemeinderatssitzungen haben wir ausgesetzt, da angesichts der Lage auch keine Jahresrechnung bis zum 31. März beschlossen werden musste“, sagt Dorfchef Josef Leitner.

Zirl, Bürgermeister Thomas Öfner

Thomas Öfner, Bürgermeister von Zirl
Thomas Öfner, Bürgermeister von Zirl, mahnt im Zusammenhang mit Corona eine verantwortungsvolle Nutzung der sozialen Medien ein.

Besonders sensibel wird mit der Thematik auch in Zirl umgegangen, gibt es dort mit dem Sozialzentrum Szenzi und dem Landeskrankenhaus in Hochzirl doch zwei besonders schützenswerte Einrichtungen.

„Wir haben sämtliche Verordnungen von Bund und Land umgesetzt“, sagte Bürgermeister Thomas Öfner in einem Facebook-Beitrag. Er und seine Stellvertreterinnen Iris Zangerl-Walser und Victoria Rausch mahnen im Zusammenhang mit Corona auch eine verantwortungsvolle Nutzung der sozialen Medien ein.

Mayrhofen, Bürgermeisterin Monika Wechselberger

Monika Wechselberger, Bürgermeisterin von Mayrhofen
„Die Solidarität ist bemerkenswert hoch. Viele Bürgerinnen und Bürger bieten sich von selbst an, um älteren Menschen im Ort zu helfen.“

Die große Disziplin ihrer Gemeindebürger lobte Bürgermeisterin Monika Wechselberger aus Mayrhofen im Zillertal. „Die Solidarität ist bemerkenswert hoch. Viele Bürgerinnen und Bürger bieten sich von selbst an, um älteren Menschen im Ort zu helfen. Viele werden auch von unserem Sozialzentrum aus mitversorgt. Es zeigt sich eben wieder einmal: Der Tiroler ist ein Mensch.“