Das Altstoffsammelzentrum in der Gemeinde Pyhra.
Foto: www.pyhra.gv.at

Die Recyclingholz-Verordnung ist ökonomischer Humbug

Der Recyclingholzanteil von derzeit 28 bis 45 Prozent (je nach Behandlungsanlage) soll zukünftig signifikant auf durchschnittlich 45 Prozent erhöht werden. So sieht es ein Entwurf einer Änderung der Recyclingholz-Verordnung vor, der bereits im Jahr 2015 in Begutachtung war, jedoch noch nicht erlassen wurde.





Da ein nicht unbeträchtlicher Anteil der Altholzsammlung durch Gemeinden beziehungsweise Gemeindeverbände in den Altstoffsammelzentren erfolgt, sind insbesondere auch die Gemeinden beziehungsweise deren Verbände von den Vorschriften dieser Verordnung betroffen.

Getrennte Sammlung



Der Verordnungsentwurf sieht eine getrennte Sammlung und Lagerung von bestimmten Altholzarten vor und listet Altholzfraktionen auf, die von der Verpflichtung zum Recycling ausgenommen sind. Diese Vorgaben machen eine Quellensortierung von Altholz notwendig und führen dazu, dass Nachsortierungen vorgenommen und zwecks Qualitätskontrolle Lagerkapazitäten geschaffen werden müssen.



Hinzu kommt der derzeit niedrige Preis für den Rohstoff Holz (aufgrund des Überangebots), der naturgemäß die Recyclingkosten exponentiell steigen lässt. Alles in allem ein beträchtlicher Mehraufwand, der ökonomisch aber auch ökologisch nicht zu rechtfertigen ist. Denn all jenes Altholz, das bislang thermisch verwertet wurde, und zukünftig mit hohem Aufwand stofflich wiederverwertet werden muss, wird in den thermischen Anlagen schlicht durch Frischholz ersetzt werden.