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Einheitliche Muster für EDV-Umsetzung der VRV

Finanzministerium, Gemeindeaufsichten und Gemeindebünde haben Mindestanforderungen für die künftigen Voranschläge und Rechnungsabschlüsse vorgelegt.

Damit wird es nun möglich, die künftigen Voranschläge und Rechnungsabschlüsse der Gemeinden nicht nur inhaltlich, sondern auch was die Gliederung und das Design betrifft österreichweit einheitlich darzustellen. Maßgeblichen Anteil an diesen nun veröffentlichten Mustern haben auch die drei Pilotgemeinden Klagenfurt, Trofaiach und Grafenwörth, die jeweils auch eine gewisse Gemeindegröße repräsentieren.

Beispiele aus den Pilotgemeinden

Unter www.gemeindebund.at/mustervoranschlag-vrv-2015 können jeweils ein Voranschlag und ein Rechnungsabschluss aus Realdaten der Pilotgemeinden aus den Jahren 2015 und 2016 sowie der Endbericht zur Erläuterung der Ziele, Vorgehensweisen und Projektinhalte abgerufen werden.

Die neue Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung für Länder und Gemeinden (VRV 2015), die die bisherige finanzielle Sicht der VRV 1997 um eine Ergebnis- und eine Vermögenssicht ergänzen wird (Drei-Komponenten-System), ist für die Gemeinden ab dem Haushaltsjahr 2020 anzuwenden. Somit ist im Herbst 2019 der erste neue Voranschlag zu erstellen und ab 2020 auch auf einigen zusätzlichen Konten und nach einigen neuen Regeln zu buchen.

Bis Ende 2020 ist dann die Eröffnungsbilanz zu erstellen, deren Inhalt auch maßgeblichen Einfluss auf die Ergebnisse des ersten neuen Rechnungsabschlusses nach VRV 2015 haben wird, der im Frühjahr 2021 vorzulegen ist.

Einheitliche Umsetzung in der Gemeinde-EDV

Zielsetzung dieses österreichweiten Projekts war es, nicht nur die Entwicklungskosten auf allen Ebenen zu minimieren, sondern vor allem auch eine länderübergreifende Darstellung zu ermöglichen. Gemeinsam mit den Arbeiten zur Aktualisierung und Erweiterung des vor dem Sommer neu erscheinenden Kontierungsleitfadens stellten die Ergebnisse dieses Projekts auch den zentralen Input für die Anfang 2018 erfolgte erste Novelle zur VRV 2015 dar.

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Über den Autor

Konrad Gschwandtner ist Fachreferent der Abteilung Recht und Internationales beim Österreichischen Gemeindebund

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