Der Inn bei Rattenberg.
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Hochwasserschutz im Unteren Unterinntal

27. Januar 2017
Mit Jahresende 2016 wurde die Grobplanung für den Hochwasserschutz im Unteren Unterinntal von Brixlegg bis Angath fertiggestellt. Mit den Maßnahmen sollen 160 Hektar Bauland und 2.200 Häuser vor Hochwasser geschützt werden.





Das vorliegende Projekt wurde den Gemeindevertretern bei einem Planungstreff präsentiert und die Unterlagen den Gemeinden übergeben. In weiterer Folge werden die Schutzmaßnahmen den Gemeinderäten der acht Gemeinden vorgestellt. Nach Rückmeldung der Gemeinden soll im heurigen Jahr das Einreichdetailprojekt ausgearbeitet werden. Der Zeitplan hält allerdings nur, wenn es keine gravierenden Änderungswünsche gibt.

360 Millionen Schaden, 250 Millionen für Schutz



Im Rahmen der Planung für den Hochwasserschutz für das Untere Unterinntal wurde auch das volkswirtschaftliche Schadenspotenzial bei einem 100-jährlichen Hochwasser ermittelt: 360 Millionen Euro Schaden würde ein 100-jährliches Hochwasser zusätzlich zur Gefahr für Leib und Leben auf aktueller Preisbasis allein im Unteren Unterinntal im Raum Brixlegg bis Angath verursachen.



Die Gesamtkosten für den geplanten Hochwasserschutz betragen laut vorläufigen Berechnungen auf heutiger Preisbasis 250 Millionen Euro. 80 bis 85 Prozent der Kosten können nach derzeitigem Stand vom Bund übernommen werden. „Die Spekulationen haben ein Ende. Wir haben erstmals eine belastbare Kostenschätzung. Auch wenn der Bund den Löwenanteil tragen wird, werden wir als Land Tirol die Gemeinden bei der Realisierung des Hochwasserschutzes nicht alleine lassen“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler.



Gefahrenzonenplan2017_26.1

Retentionsraum Wörgl nicht machbar



Im Zuge der Planung intensiv geprüft, aber aus technischen Gründen sowie aufgrund massiver Sicherheitsbedenken als nicht umsetzbar eingestuft, wurde auch der oftmals vorgeschlagene und geforderte Retentionsraum in Wörgl.