Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka und Präsident Alfred Riedl unterzeichneten das Memorandum, mit dem sich die NÖ Gemeindebund der Aktion „Pestizidfreie Gemeinden“ anschließt.

Gemeinden werden pestizidfrei

13. April 2016
Zu lange wurde dem Umwelt und dem Naturschutz in öffentlichen Bereichen, zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das soll sich nun auf Gemeinde-Grünflächen in Niederösterreich bis 2020 ändern.





200 Gemeinden in ganz Niederösterreich verzichten bereits auf Pestizide und arbeiten mit mechanischen und thermischen Maßnahmen. „Mit dem NÖ Gemeindebund begrüßen wir einen neuen Partner mit großem Netzwerk und treiben die Pestizidfreiheit in Niederösterreich voran“, so Sobotka.

Naturnahe Grünräume gefragt



85 Prozent der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher wünschen sich laut einer Studie naturnah gepflegte öffentliche Grünräume. Seit über 16 Jahren setzt sich die Initiative „Natur im Garten“ für die Ökologisierung von Gärten und Grünraumen ein. Dabei stehen der Verzicht auf Pestizide sowie auf chemisch-synthetische Düngemittel und Torf im Fokus.



Sobotka: „Im Jahr 1999 wurden noch rund 80 Tonnen an chemischen Pflanzschutzmitteln in den heimischen Gärten verwendet, heute sind es nur mehr 40 Tonnen. Ein Erfolg, dem nun auch die Mitgliedergemeinden des Gemeindebundes folgen sollten.“

Verzicht auf Pestizide im öffentlichen Bereich



„Unser Netzwerk umfasst 435 von 573 Gemeinden in ganz Niederösterreich, die wir nun alle auffordern, das das Bekenntnis zum Verzicht auf Pestizide bis zum Jahr 2020 zu unterzeichnen. Damit legen sie fest, auf Pestizide auf halböffentlichen und öffentlichen Grünräumen wie Kinderspielplätzen oder öffentlichen Parks zu verzichten“, erklärte der Präsident des NÖ Gemeindebundes, Alfred Riedl. „Natur im Garten“ steht allen Gemeinden mit Beratungen und Informationen zur Verfügung.