Die Freiwilligenmesse 2016 im Wiener Rathaus. Foto: Renee del Missier

Freiwilligenmessen als Chance für Gemeinden

16. August 2017
Gleich zwei große Freiwilligenmessen finden in den kommenden Wochen statt. Die 6. Wiener Freiwilligenmesse am 7. und 8. Oktober und NEU die 1. NÖ Freiwilligenmesse für Ehrenamt und freiwilliges Engagement am 11. November in St. Pölten.


Freiwilliges Engagement – kürzer und immer öfter auch in neuen Formen



Viele Menschen wollen sich nicht mehr ewig an einen Verein binden, sondern suchen nach einiger Zeit ein neues Engagement.



Dazu kommt, dass freiwilliges Engagement immer öfter ungewohnte Formen annimmt. Wenn sich Bürgerinnen und Bürger wie in Bärnkopf (NÖ) aktiv für den Erhalt des Dorfladens einsetzen wovon die Bewohner von Bärnkopf, aber auch die Besucher des Urlaubsorts profitieren.



Oder wenn, wie in Grundlsee (Stmk), Bürger freiwillig „Essen auf Rädern“ für pflegebedürftige Pensionisten organisieren - und das Kochen dabei an das Wirtshaus im Dorf „auslagern“.

Gehen uns die Freiwilligen aus?



Viele Vereine und Organisationen klagen aber schon jetzt über Nachwuchsprobleme und neue gesellschaftliche Herausforderungen verlangen nach einem noch stärkeren Miteinander von Zivilgesellschaft und öffentlichen Einrichtungen. Wie aber kommen gerade kleinere und mittlere Gemeinden und Regionen zu neuen Freiwilligen?

Freiwilligenmesse – Marktplatz für Vereine und Initiativen



Für gemeinnützige Einrichtungen sind Freiwilligenmessen ein wirksames Instrument, neue Freiwillige zu gewinnen. „Eine Freiwilligenmesse funktioniert wie jede andere Messe auch: Man kann an einem Ort in kurzer Zeit unverbindlich verschiedene 'Anbieter' kennenlernen“, erklärt Michael Walk, Geschäftsführer des Vereins Freiwilligenmessen. Walk weiter: „Und das stärkste Argument jeder gemeinnützigen Organisation ist immer noch der persönliche Kontakt – wie etwa an einem Stand auf einer Freiwilligenmesse“.

Freiwilligenmessen für Kommunen und Regionen



Freiwilligenmessen sollen nicht nur auf die Bundes- und Landeshauptstädte begrenzt bleiben. „Wir laden Bürgermeister, Gemeindesekretäre und Regionalmanager ein, mit uns über das Thema zu reden, denn viele Menschen wollen sich ehrenamtlich engagieren wurden aber einfach noch nicht gefragt“, so Walk.