Corona-Pressekonferenz vom 14. November 2020 in Österreich

Die nächste Corona-Pressekonferenz vom 14. November 2020

Für viele Österreicherinnen und Österreicher ist es bereits beschlossene Sache: Der Lock-Down wird sb nächster Woche ausgeweitet. Es existiert auch schon ein entsprechender Gesetzesentwurf, dem dies zu entnehmen ist. Jetzt heißt es nur mehr auf die offizielle Verlautbarung bei der CoVid-19-Pressekonferenz zu warten. Wir berichten wieder über die Inhalte, die von Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Innenminister Karl Nehammer verkündet werden. Start ist 16:30 Uhr.

Die heutige, erste und nächste Corona PK beginnt wohl mit leichter Verspätung. Nach dieser Konferenz folgt noch eine weitere PK mit Arbeits- und Familienministerin Christine Aschbacher, Finanzminister Gernot Blümel und Bildungsminister Heinz Faßmann. Diese zweite CoVid-Konferenz startet heute um 18:00 Uhr. Die Pressekonferenz beginnt um 16:35 und Sebastian Kurz hat zuerst das Wort. Kurz erinnert an die Einführung des leichten Lockdown vor 2 Wochen. Schon damals wurde eingeräumt, dass weitere Verschärfungen möglich sind. Da die Infektionszahlen nun nach 12 Tagen nicht ausreichend gesunken sind, kommen die verschärften Maßnahmen. 

Hier geht es zur Live-Übertragung der Corona-Pressekonferenz.

Bundeskanzler Sebastian Kurz eröffnet die Pressekonferenz vom 14. 11.

Wir haben in Österreich eine Inzidenz von 550 und der Zielwert wäre 50. Vom kommenden Dienstag an bis zum 6. Dezember (Dauer: knapp 3 Wochen) kommt ein zweiter Teil-Lock-Down wie im Frühling. 

  1. Handel wird geschlossen
  2. Körpernahe Dienstleistungen, wie Frisöre, werden geschlossen.
  3. Schulen werden geschlossen (Betreuungsmöglichkeiten wird es geben).
  4. Home Office soll überall, wo es möglich ist, Gebot sein
  5. Die Ausgangssperre gilt in dieser Zeit für den ganzen Tag (mit den bekannten Ausnahmen)

Durch die Maßnahmen soll Weihnachten und das Weihnachtsgeschäft gerettet werden. Israel wird als Positivbeispiel genannt. Die betroffenen Unternehmen erhalten finanzielle Hilfen und die Kurzarbeit wird ausgebaut, damit es wenig Kündigungen gibt. Je konsequenter wir den Lock-Down durchziehen, desto kürzer wird er notwendig sein.

Vizekanzler Kogler kommt zu Wort bei der Corona PK

Schweren Mutes gesteht Kogler ein, dass wir erneut einschränkende Maßnahmen brauchen, aber er betont, dass damit Leben gerettet werden. Er erinnert an die Frühlingssituation in Italien, Spanien und Frankreich. Die Krankenhaus-Situation ist jetzt schon in Österreich prekär. Es müssen genug Intensivbetten frei bleiben, damit auch andere Personen, die nicht CoVid-19 haben, ein Bett bekommen können.

Lebensmittelgeschäfte bleiben offen. Die Schulen und Kindergärten für Kinder bis zu 14 Jahren, bleiben defacto offen, für alle, die diese Betreuung für ihre Kinder brauchen. In den Familien sollen alle Angebote genutzt werden, damit es konfliktfrei bleibt. Die Finanzhilfen gibt es über FinanzOnline. Die Finanzhilfen sind mit 800.000 Euro gedeckelt. Der Appell von Kogler lautet, doch raus zu gehen und zu laufen oder zu spazieren mit Leuten aus dem eigenen Haushalt. Kogler richtet den Blick auch auf das Weihnachtsfest und auf ein besseres Jahr 2021.

Gesundheitsminister Anschober ist am Wort

Am 25. Februar hat das Coronavirus Österreich erreicht. Dann geht Anschober auf die weltweite Situation ein. Österreich hat lange Zeit das Virus gut kontrolliert. Aber die zweite Welle ist nun härter. In Tschechien hat der Lock-Down gewirkt. In Österreich müssen wir, laut Anschober, jetzt eingreifen. Der Gesundheitsminister rekapituliert die bisherigen Corona-Maßnahmen. Jetzt, 12 Tage nach dem Lockdown Light, muss die Situation jetzt neu eingeschätzt werden. Deshalb kommt ab dem 17. November ein neuer harter Lockdown. 

Über 500 Personen sind in einer intensivmedizinischen Behandlung. Viele in den Spitälern sind bald am Ende ihre Kräfte und Kapazitäten. Das starke österreichische Gesundheitssystem kommt an seine Grenzen. Wir brauchen jetzt eine Notbremsung, denn der Bremsweg dauert 2 Wochen. Wir werden das Virus wieder gemeinsam eindämmen, meint Anschober. Der Lockdown ist jetzt unsere einzige Chance.

Die Werthaltungen Verantwortung und Mitgefühl sind in Österreich wichtig. Deshalb müssen wir jetzt die Kontakte reduzieren. Wenn wir jetzt nicht handeln, wird es Triagen geben und die Mediziner müssen entscheiden, welche Patienten sie behandeln. Dies gilt es zu vermeiden. Wir haben deshalb 3 Ziele:

  1. Keine Überlastung in den Spitälern
  2. Reproduktionsfaktor auf 0,9 absenken. 
  3. Bis zum Eintreffen der Impfung eine stabile Kontrolle der Pandemie erreichen

Die Stimmung der Solidarität kommt zurück. Wir alle entscheiden alle, ob wir diese große Krise überwinden.

Innenminister Nehammer kommt bei der Lockdown-PK zu Wort

Viele Berufsgruppen stehen schon lange unter großem Druck. Ein Danke an diese Gruppen. Die Polizei unterstützt, indem sie die Einhaltung der Corona-Verordnung kontrolliert. Nehammer erinnert daran, dass Polizisten auch Menschen sind. Home Office und Kinderbetreuung sind eine große Belastung. Wir müssen uns dieser Herausforderung aber stellen. Nehammer meint "es zipft jeden an" und meint damit die anhaltende Corona-Krise.

Die Polizei wird aufmerksam machen, wenn Regeln nicht eingehalten werden. Es kommt aber zuerst zum Dialog und erst in Härtefällen zu Strafen.