Ziel der Dorferneuerung ist es, traditionell gewachsene Ortsbilder zu erhalten.
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Bilanz der Dorferneuerung in Tirol

8. Januar 2018
Seit 30 Jahren widmet sich die Tiroler Dorferneuerung der Stärkung und Erneuerung dörflicher Strukturen. Mit Förderangeboten und fachlicher Begleitung sollen traditionell gewachsene Ortsbilder erhalten werden sowie wertvolles (bau)kulturelles Erbe gewahrt und einer zeitgemäßen Nutzung zugeführt werden. 2017 wurden in vier Sitzungen des Tiroler Landesbeirats zur Dorferneuerung 125 konkrete Vorhaben beschlossen. Das Gesamtfördervolumen lag bei 1,2 Millionen Euro. Gefördert wurden größere kommunale Projekte ebenso wie viele private Maßnahmen.


Kulturelles Erbe schätzen



Eine der bekanntesten Vorzeigegemeinden ist in dieser Hinsicht Silz. Mit der 2017 erstellten Broschüre „Ortskernrevitalisierung am Beispiel Silz“ – will die Dorferneuerung weitere Gemeinden und Privatpersonen dazu anregen, vorhandene Leerstände zu revitalisieren. Eine wichtige Aufgabe innerhalb der Dorferneuerung ist das Bewusstmachen, die Beratung sowie Förderung beim Erhalt wertvoller Ensembles, ortsbildprägender Gebäude sowie kleiner Kulturgüter. 2017 wurde die Förderung von 30 derartigen Kulturprojekten beschlossen.

Internationale Würdigung



Die Leistung der Dorferneuerung Tirol, der Lokalen und Regionalen Agenda 21 sowie der Ortskernrevitalisierung wird geschätzt und erfährt internationale Würdigung. So errang mit Fließ 2016 erstmals eine Tiroler Gemeinde den 1. Platz beim Europäischen Dorferneuerungspreis, der alle zwei Jahre ausgeschrieben wird.



Dorferneuerung Tirol