Radfahrer in Wien
Shutterstock/Roman Babakin
Wer fünf Kilometer mit dem Rad in die Arbeit und wieder nach Hause fährt, vermeidet im Vergleich zum Auto fast zwei Kilogramm CO2.

Wiener fahren mehr mit dem Rad

Immer mehr Wienerinnen und Wiener nutzen das Fahrrad als Verkehrsmittel. Das zeigt eine aktuelle Analyse des VCÖ auf Basis von Daten der Statistik Austria. In den vergangenen zehn Jahren ist in Wien die Zahl der täglich oder mehrmals die Woche Radfahrenden um 59 Prozent auf 300.000 gestiegen. Weitere 225.000 Wienerinnen und Wiener fahren mehrmals die Woche im Alltag mit dem Rad. Um die Ziele der Klimastrategie der Bundesregierung zu erreichen, ist dem Radverkehr mehr Platz einzuräumen und die Rad-Infrastruktur rascher auszubauen, betont der VCÖ.

Der VCÖ hat die vergangenen drei Mikrozensus-Erhebungen der Statistik Austria analysiert. Seit dem Jahr 2007 ist die Zahl der Wienerinnen und Wiener, die täglich oder mehrmals die Woche Radfahren um 111.000 auf knapp mehr als 300.000 gestiegen. Weitere 225.000 Wienerinnen und Wiener über 15 Jahre nutzen mehrmals im Monat das Fahrrad als Verkehrsmittel, das sind um 46.000 mehr als im Jahr 2007. Und 297.000 Wienerinnen und Wiener geben an, dass sie zumindest ein paar Mal im Jahr mit dem Fahrrad Alltagserledigungen machen, um 62.000 mehr als vor zehn Jahren.

Dass die Wienerinnen und Wiener zunehmend mit dem Fahrrad fahren, bestätigen auch die Zählstellen der Stadt Wien. So waren im Jahr 2007 in der Argentinierstraße 369.380 Radfahrerinnen und Radfahrer unterwegs, im Jahr 2015 waren es 574.194 und im Vorjahr wurden hier bereits 675.421 Radfahrende gezählt, informiert der VCÖ. Bei der Wienzeile hat sich die Zahl der Radfahrenden von rund 154.000 im Jahr 2007 auf mehr als 336.000 im Vorjahr verdoppelt.

Radfahren hilft Staus zu verhindern

„Die Wienerinnen und Wiener leisten mit dem Radfahren einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, zur Verbesserung der Luftqualität sowie zur Vermeidung von Staus“, betont VCÖ-Experte Markus Gansterer. Wer beispielsweise fünf Kilometer mit dem Rad in die Arbeit und wieder nach Hause fährt, vermeidet im Vergleich zum Auto fast zwei Kilogramm CO2. Wer das Fahrrad als Verkehrsmittel nutzt, kommt täglich auf eine gesunde Portion Bewegung. Die WHO empfiehlt mindestens eine halbe Stunde Bewegung pro Tag.

Autofahrer zum Umsteigen motivieren

Der VCÖ begrüßt das Ziel der Bundesregierung, den Radverkehr bis zum Jahr 2025 zu verdoppeln. "Viele Autofahrer sind auch Radfahrer. Bei guter Infrastruktur zum Radfahren ist die Bereitschaft bei vielen groß, vom Auto auf das klimafreundliche Fahrrad umzusteigen. Doch derzeit wird in vielen Straßen dem Radverkehr zu wenig Platz eingeräumt", betont VCÖ-Experte Gansterer. Die Rad-Infrastruktur ist in Wien verstärkt auszubauen, insbesondere auch in den Außenbezirken.

Im Mai findet wieder die Initiative "Radelt zur Arbeit" statt, bei der zahlreiche Preise zu gewinnen sind. Nähere Informationen gibt es unter www.radeltzurArbeit.at 

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Über den Autor

Helmut Reindl ist Redakteur bei KOMMUNAL

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