Bad Ischl
Shutterstock/Razvan Iosif
In Bad Ischl ist nicht die Frage, ob es zu einem Hochwasser kommt, sondern wann.

Wie man sich in Bad Ischl auf Hochwasser vorbereitet

Do, 31.01.2019 - 12:08

Im Stadtgebiet von Bad Ischl liegt der Zusammenfluss von Traun und Ischl. Innerhalb der Stadt befinden sich auch Bereiche, die in der Gefahrenzonenplanung gemäß Wasserrechtsgesetz als „rote Gefahrenzonen“ mit Gefahr für Leib und Leben erkannt wurden. Mehrere Hochwässer in der Vergangenheit geben Zeugnis von der latenten Gefahr. Bei einer Veranstaltung wurde über die möglichen Gefahren informiert.

Das Stadtgebiet von Bad Ischl kann in absehbarer Zeit nicht mittels technischer Hochwasserschutzmaßnahmen vor Hochwässern - wie sie statisch betrachtet alle 100 Jahre wieder kommen - geschützt werden“, erklärte Landesrat Elmar Podgorschek.

Überflutungsbilder ermöglichen Vorbereitung 

Nun wurden dank der Unterstützung durch Umweltministerium Überflutungsbilder für unterschiedliche Abflüsse von Traun und Ischl als Grundlage für die Überarbeitung des Einsatzplans erstellt.

Die Überflutungsbilder zeigen die Ausdehnung des Wasserspiegels bei unterschiedlichen Wasserführungen von Traun und Ischl.

Da sich nicht die Frage stellt, ob es wieder zu einem Hochwasser kommt, sondern nur wann, betont Podgorschek, dass die nun fertiggestellten Überflutungsbilder und Animationen (Videos) eine Möglichkeit für die betroffenen Bürger darstellen, sich über Hochwassergefährdung des eigenen Objektes zu Informieren. 

Einsatzplan soll aktualisiert werden

Für Bürgermeister Hannes Heide ist die Fertigstellung der Überflutungsbilder ein guter Zeitpunkt, um den Katastrophen- und Einsatzplan für Hochwasser auf Verbesserungsmöglichkeiten zu prüfen.

„Die Aktualisierung unserer Einsatzplanung erfolgt laufend. Gemeinsam mit der für den Hochwasserschutz an Traun und Ischl zuständigen Bundwasserbauverwaltung - zu der auch der Gewässerbezirk Gmunden gehört – haben wir die Möglichkeit genutzt, die Hochwassergefahr für das Stadtgebiet von Bad Ischl im Detail zu analysieren. Die Ergebnisse dieser Analysen, die vom Büro Humer im Auftrag des Landes erstellt wurden, sind Überflutungsbilder. Mit diesen Überflutungsbildern kann die Zuverlässigkeit der Katastrophenschutzplanungen der Gemeinde noch weiter verbessert werden. Durch unsere Einsatzpläne stellen wir sicher, dass auch künftig bei Hochwasser die richtigen Maßnahmen zu richtigen Zeitpunkt ergriffen werden“, so Heide.

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