Straßenverkehr in Innsbruck
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Die Qualität der öffentlichen Verkehrsmittel in Innsbruck wird von den Befragten als hoch eingeschätzt.

Wie Innsbruck unter Lärm leidet

Die Belastung und Belästigung durch Lärm sind die am häufigsten wahrgenommenen Formen der Umweltbelastung und gleichzeitig eines der meistverdrängten Umweltprobleme überhaupt. Speziell im alpinen urbanen Raum stellt Lärm die Entscheidungsträger vor immer größere Herausforderungen. Deshalb wurde nun in Innsbruck eine Studie in Auftrag erstellt, um den genauen Lärmpegel zu erfassen.

Es zeigt sich, dass die deutlich stärkste Lärmbelastung in Innsbruck vom Straßenverkehrslärm ausgeht. Über 24 Stunden liegt der Dauerschallpegel bei rund 55 Dezibel. Das sind rund zehn Dezibel mehr als die Durchschnittspegeln für Flug-, Schienen- und Autobahnlärm (diese liegen nahezu gleichauf).

Über 50 Prozent aller Gebäude in Innsbruck sind als stark straßenverkehrslärmbelastet einzustufen, nur rund acht Prozent als geringbelastet (weniger als 45 Dezibel). Die erarbeiteten Lärmkarten zeigen aber unter anderem auch die deutlichen Einwirkungen des Flugverkehrs auf das Stadtgebiet: Insbesondere im Westen Innsbrucks sind kaum mehr unbelastete Ruhezonen (Innenhöfe, Parks usw.) vorhanden.

Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider sieht die Möglichkeit, regionale Ableitungen aus den Ergebnissen zu ziehen: „Gerade Straßenverkehrslärm wird als ständige Belästigung und Belastung empfunden. Hier kann mit klugen Lenkungsmaßnahmen das Belastungsniveau gesenkt werden“.

Da Innsbruck nicht isoliert betrachtet werden könne und immer im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Umland stehe, brauche es verstärkte Bemühungen, den derzeit autolastigen Verkehr auf den Öffentlichen Verkehr umzulenken, betonte Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe.

Zufriedenheit mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Generell zeigen sich die befragten Innsbruckerinnen und Innsbrucker überwiegend sehr zufrieden mit ihren Lebens- und Wohnbedingungen, wobei insbesondere die Güte der öffentlichen Verkehrsmittel in Innsbruck sehr hoch eingeschätzt wird. Auch fühlen sich die meisten Befragten der Stadt Innsbruck stark verbunden und schätzen ihre persönliche Lebensqualität sehr hoch ein.

Flugverkehr wird zum Problem

Allerdings empfinden sich über zwölf Prozent vom Lärm insgesamt stark belästigt und mehr als die Hälfte aller Befragten ist der Gruppe der mittelgradig Lärmbelästigten zuzuordnen. Besonders der Flugverkehrslärm stört die Innsbrucker und stellt die am meisten belästigende Lärmquelle Innsbrucks dar.

Nichtsdestotrotz schlafen die Innsbruckerinnen und Innsbrucker gerne und vorwiegend bei geöffnetem oder gekipptem Fenster. Interessant ist auch der Umstand, dass über 75 Prozent aller Befragten der Meinung sind, ihr eigener Lärmbeitrag sei gering bis sehr gering.

Zur Studie

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