Jugendliche und Gemeindemitarbeiter
In einem europäischen Team und im sicheren und unterstützenden Umfeld einer Kooperation von Verein und Gemeinde konnten sich die Jugendlichen neuen Herausforderungen stellen.

Wenn Europas Jugendliche Gemeinden helfen

Mi, 01.08.2018 - 08:46

Lokale Jugendprojekte und internationale Jugendbegegnungen, Freiwilligeneinsätze einzelner Personen oder ganzer Gruppen, Jugendbeteiligungsprojekte in der Gemeinde oder auf europäischer Ebene: Sie alle vereint der gemeinsame Nutzen, Jugendliche für ihre Gemeinde und für Europa zu begeistern. Das Programm „Erasmus+: Jugend in Aktion“ fördert europäische Projekte für Jugendliche. Beispiele aus Österreich zeigen, wie sich Jugendliche in Gemeinden engagiert haben.

Im Jahr 2011 erhielt die Marktgemeinde St. Georgen am Walde die Ehrenplakette des Europarates für ihr langjähriges Engagement im Rahmen der Städtepartnerschaft „Linden grüßt Linden“. Jugendliche treffen einander dabei

Jedes Jahr treffen einander Jugendliche in einer der sechs Partnerstädte (in Frankreich, Deutschland, Niederlande, Belgien, Spanien oder Österreich) und arbeiten zu Themen, die von den engagierten Jugendlichen gemeinsam erstellt werden.

Grenzenlose Solidarität in St. Georgen am Walde

2017 arbeiteten 60 Jugendliche über eine Woche lang in St. Georgen am Walde zum Thema „United Europe – Solidarity Across Borders“. Dabei wurden nicht nur Geschichte und Kultur Österreichs an die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den verschiedenen Partnerländern vermittelt, sondern auch neue Kontakte geknüpft und das geschichtliche und ökologische Bewusstsein geprägt.

Tirol: Jugendliche entwickelten Gemeindeinfrastruktur

Der Verein CUBIC (Cultur & Bildung im Context) aus Zirl hat im selben Jahr jeweils für einen Monat Freiwillige aus sieben EU-Ländern in Baumkirchen und Wildermieming in Tirol versammelt, um dort gemeinsam an der Entwicklung der Gemeindeinfrastruktur mitzuarbeiten.

Das Anlegen naturnaher Spielplätze, die Sanierung von Wanderwegen und die Mitarbeit bei der Aufforstung waren nur einige der Aufgaben, bei denen die Freiwilligen den Gemeindemitarbeitern zur Hand gehen konnten. Doch genauso wichtig wie diese greifbaren Ergebnisse sind die nachhaltigen Wirkungen auf die Jugendlichen selbst.

Neue Kenntnisse erwerben und Selbstvertrauen stärken

In einem europäischen Team und im sicheren und unterstützenden Umfeld einer Kooperation von Verein und Gemeinde konnten sich die Jugendlichen neuen Herausforderungen stellen, bei vorwiegend körperlichen Tätigkeiten neue Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben, über sich hinauswachsen und ihr Selbstvertrauen stärken.

Für die Freiwilligen, die teilweise aus benachteiligenden gesellschaftlichen Verhältnissen stammten, waren die hier gemachten Erfahrungen gerade in Hinblick auf ihr späteres Arbeitsleben wertvoll, aber auch die Gemeinden haben vom Engagement der Jugendlichen und von der Unterstützung durch den Verein CUBIC sehr profitiert.

Sinnvoll investiertes Geld

Diese beiden Beispiele sollen illustrieren, wie vielfältig die Möglichkeiten des Erasmusprojektes für die Jugendarbeit auf Gemeindeebene sein können. Auch wegen des besonderen Erfolgs dieser Projekte – der Gemeinden, Jugendlichen und Jugendarbeitern gleichermaßen zugutekommt – wurden die Mittel für Erasmus+ für die kommende Programmperiode ab 2020 verdoppelt. Wer meint, das Geld wäre anderswo besser angelegt, sollte die glücklichen und stolzen Gesichter der Jugendlichen und der Gemeindemitarbeiter sehen, wenn diese Projekte abgeschlossen werden.

Die Partnerschaft zwischen Gemeinden, Jugendlichen und Europa bietet allen Seiten die Chance, Erfolge zu feiern, Tolles zu leisten und den Zusammenhalt in der Gemeinde und über die Grenzen Österreichs hinweg zu stärken.

Beratung für die Antragstellung

Für die Antragstellung werden deswegen kostenlose Beratung und persönliche Unterstützung in jedem Bundesland  angeboten. Informieren Sie sich über die Möglichkeiten von „Erasmus+: Jugend in Aktion“. Eine Liste der Kontaktstellen in Ihrem Bundesland finden Sie hier: http://www.jugendinaktion.at/regionalstellen_kontakt  

 

Jugendliche beim Erasmus-Projekt
Das Anlegen naturnaher Spielplätze, die Sanierung von Wanderwegen und die Mitarbeit bei der Aufforstung waren nur einige der Aufgaben, bei denen die Freiwilligen den Gemeindemitarbeitern zur Hand gehen konnten.

 

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