Landesrat Stefan Schnöll
LMZ Salzburg/Neumayr/SB
Landesrat Stefan Schnöll warnt davor, dass ein Zug wesentlich länger zum Stehenbleiben braucht als ein Auto.

Wenn ein Zug eine Notbremsung durchführt

Di, 19.06.2018 - 13:35

70 Unfälle pro Jahr ereignen sich in Österreich auf Bahnübergängen. Häufig enden sie mit schwer Verletzten oder gar Todesopfern. Das Land Salzburg startete daher eine Aufklärungskampagne im Rahmen der Aktion „Fährst bei Rot, folgt der Tod“. Auftakt war eine Schaubremsung an der Eisenbahnkreuzung Bruckberg in Zell am See. Fazit: Wenn ein Zug einmal in Fahrt ist, dann braucht er selbst bei einer Notbremsung zu lange, um rechtzeitig stehen zu bleiben.

„Wir möchten mit dieser Aktion zeigen, dass die Verkehrsteilnehmer speziell bei Eisenbahnkreuzungen mit dem eigenen richtigen Verhalten zu ihrer Sicherheit beitragen", betonte der Salzburger Verkehrslandesrat Stefan Schnöll im Rahmen der Schaubremsung. Denn: Fast alle der 70 Unfälle pro Jahr österreichweit werde von Verkehrsteilnehmern verursacht, die rote Ampeln, Stopptafeln, Schrankenanlagen und grundlegende Regeln nicht beachten.

„Bewusstseinsbildende Aktionen, wie zum Beispiel diese Schaubremsung, sind wichtig, um auf die Gefahren aufmerksam zu machen. Jeder Verkehrsteilnehmer muss sich bei jeder Querung davon überzeugen, dass dies gefahrlos möglich ist", unterstreicht Landesrat Schnöll.

Hunderte Meter langer Bremsweg

Selbst die Experten waren von der Schaubremsung in Zell am See beeindruckt: Ein Auto benötigt bei 50 km/h zirka 28 Meter, um anzuhalten. Ein Zug ist tausendfach schwerer und kann dafür mehrere hundert Meter benötigen, was sehr oft unterschätzt wird.

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