Seitenspiegel
Shutterstock/OlegDoroshin
Die Gefahr des toten Winkels können Spiegel am Lkw nie ganz beseitigen.

Sollen Gemeinden für Sicherheit vor abbiegenden Lkw sorgen?

Als „schlechten Witz“ bezeichnet der Präsident des niederösterreichischen SP-Gemeindevertreterverbandes und Vizepräsident des österreichischen Gemeindebundes, Rupert Dworak, die Vorschläge aus dem Verkehrsministerium, die Probleme mit rechtsabbiegenden Lkws auf Städte und Gemeinden abzuwälzen.

Andreas Reichhardt, Generalsekretär des Verkehrsministeriums hatte gemeint, es sei Aufgabe der Städte und Gemeinden, Kreuzungen möglichst sicher zu gestalten. So könnten spezielle Verkehrsspiegel angebracht werden, um den toten Winkel für die Fahrer von Lkw auszuleuchten. Außerdem könnten seitens der Gemeinden Abbiege- und Fahrverbote erlassen werden. Und es sei auch wichtig, Haltelinien und Zebrastreifen so zu setzen, dass ein Minimum an Gefährdung entsteht.

"Abbiegeassistenten verpflichtend umsetzen"

Rupert Dworak dazu: „Die Gefahr des toten Winkels ist bekannt und es gibt mit dem Abbiegeassistenten eine technische Lösung dagegen, die bloß für ganz Österreich verpflichtend umgesetzt werden müsste. Was die Firma Hofer zustande bringt, stellt offenbar für den gleichnamigen Verkehrsminister ein unüberwindbares Hindernis dar.“

Die Einführung von verpflichtenden Abbiegeassistenten für Lkw würde Leben retten, meint Dworak. Allen ist das bewusst. „Stattdessen kommen untaugliche Vorschläge, wie die Anbringung von weiteren Verkehrsspiegeln, die im Winter zudem vereisen können, aus dem Ministerium. Parallel dazu wird dann noch der Versuch gestartet, die ministeriale Verantwortung auf die Städte und Gemeinden abzuschieben, was doch dem Fass gänzlich den Boden ausschlägt“, so Dworak.

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