Tiroler Gemeindefinanzbericht
Shutterstock/Ilyas Kalimullin
Die Einnahmen der Gemeinden stagnieren, die Ausgaben steigen.

Schulden der Gemeinden sind weiter gestiegen

Der Schuldenstand der Tiroler Gemeinden ist im Jahr 2017 weiter angestiegen. Grund dafür: Die Einnahmen der Gemeinden stagnieren, die Ausgaben steigen. Gleichzeitig muss in kommunale Infrastruktur investiert werden.

2016 betrug der Schuldenstand 838 Millionen Euro, 2017 lag er bei 906 Millionen Euro.

Die Zunahme der Schulden in den Gemeinden führt der zuständige Landesrat Johannes Tratter auf die Investitionen in den Gemeinden zurück. Vor allem in den Ausbau von Kindergärten und Pflichtschulen sowie von Alten- und Pflegeheimen sei viel Geld geflossen. Auch der Ausbau von Personennahverkehr und Breitbandausbau sei notwendig, aber teuer.

Weniger stark verschuldete Gemeinden

Zurückgegangen ist allerdings die Zahl der stark verschuldeten Gemeinden: Gab es 2016 noch 24 Gemeinden mit einem Verschuldungsgrad von über 80 Prozent, so ging diese Zahl 2017 auf 17 zurück.

Bundesländervergleich

Vergleicht man die Pro-Kopf-Verschuldung mit den anderen Bundesländern so zeigt sich, dass im Jahr 2016 (für 2017 sind noch keine bundesweiten Daten verfügbar) die Tiroler Gemeinden mit 1.151 Euro pro Einwohner die viert geringste Verschuldung aufweisen. Die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung der österreichischen Gemeinden im Jahr 2016 lag erheblich höher – bei 1.642 Euro.

Link zum Tiroler Gemeindefinanzbericht

Mehr zum Thema

Immer informiert bleiben!

Jetzt für KOMMUNAL.AKTUELL anmelden und die Neuigkeiten der kommunalen Welt kommen direkt in Ihr Postfach.
 Ja, ich habe die Datenschutzerklärung verstanden und akzeptiere sie.*

Ja, ich möchte im Newsletter persönlich angesprochen werden! (optional)

Aktuelle Beiträge aus allen Themenbereichen