Pflegerin
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Junge Menschen, aber auch Wiedereinsteiger mit Berufserfahrung sollen für den Pflegeberuf gewonnen werden.

Pflegeberufe sollen attraktiver werden

Mo, 11.02.2019 - 09:05

Das Land Tirol und die Gemeinden wollen eine Kampagne starten, um Pflegeberufe attraktiver zu machen. Bereits ab 2020 wird die Entlohnung für die Pflegearbeit in Heimen, Sprengeln und Krankenhäusern vereinheitlicht.

Auch der Zugang zum Pflegeberuf wird erleichtert: Das betrifft die Ausbildung im zweiten Bildungsweg unter Berücksichtigung berufsbegleitender Möglichkeiten und eine unbürokratischere Berufsanerkennung bei ausländischen Diplomen. Nicht nur junge Menschen, auch Wiedereinsteiger mit Berufserfahrung sollen für den Pflegeberuf gewonnen werden.

Wohnortnah: Ausbildung und Arbeitsplatz

Für die Pflegeassistenz, wofür neun erfolgreich abgeschlossene Schulstufen Voraussetzung sind, über die zweijährige Pflegefachassistenzausbildung bis hin zum akademischen Pflege-Bachelor entsteht in den Bezirken ein wohnortnahes und praxisorientiertes Bildungsnetzwerk.

Regionale Arbeitsmöglichkeiten in Verbindung mit vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten und vorzüglichen Berufsaussichten sollen den Pflegeberuf in ganz Tirol attraktiv machen.

Pflegestudium in sechs Tiroler Bezirken

Im September 2019 bietet sich erstmals die Chance, mit einem Bachelorstudium der Pflege an der FH gesundheit an den neuen Standorten Kufstein, Lienz, Reutte und Zams zu starten. In Innsbruck und Schwaz läuft der Studiengang bereits zum zweiten Mal. Der FH-Bachelor-Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege findet in Kooperation mit der UMIT sowie den Bezirkskrankenhäusern statt.

37 Landesmillionen für Pflegeausbildung NEU

Das Land Tirol investiert von 2017 bis 2022 insgesamt rund 37,5 Millionen Euro in die Pflegeausbildung NEU: durch Beteiligung an den Kosten, die durch den Ausbau der Pflegeausbildung an der FH gesundheit und der Landesuniversität UMIT entstehen.

Personalbedarfserhebung vor Abschluss

Ein kontinuierliches, regionales und umfassendes Monitoring des Personalbedarfs ist in Umsetzung: Die in allen Bezirken laufenden Personalbedarfserhebungen werden noch heuer abgeschlossen. Ziel ist es, die personellen Kapazitäten in den Bezirkskrankenhäusern, Wohn- und Pflegeheimen und Einrichtungen der mobilen Dienste zu erfassen, um mit einer entsprechenden Anzahl an Ausbildungsplätzen und Auszubildenden den künftigen Personalbedarf abdecken zu können.

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