Mallnitz
Shutterstock/Filip Stoklas
Laut Prognosen werden viele Kärntner Gemeinden bis 2030 bis zu einem Viertel ihrer Bevölkerung verlieren.

Orts- und Regionalentwicklung gegen Abwanderung

Bei einer Fachtagung wurde mit Experten, Regionalverantwortlichen und Bürgermeistern über die Zukunft des LEADER-Programms in Kärnten diskutiert. Landesrat Martin Gruber kündigte dabei neue Schwerpunkte in der Orts- und Regionalentwicklung sowie unbürokratische Fördermöglichkeiten auch für Kleinprojekte an.

Die Orts- und Regionalentwicklung habe in den letzten Jahren in Kärnten nicht immer den Stellenwert gehabt, den sie verdient, so Gruber. Das soll sich nun auch durch die Erarbeitung eines umfassenden Masterplans für den ländlichen Raum ändern, den Gruber gemeinsam mit den Kärntner Regionen und Gemeinden in Angriff nehmen will.

„Laut Prognosen werden viele Gemeinden bis 2030 bis zu einem Viertel ihrer Bevölkerung verlieren. Wir dürfen diesen Zustand nicht länger verwalten, sondern müssen eine Strategie und Maßnahmen entwickeln, was wir dagegen tun wollen“, betonte Gruber.

Der Masterplan Ländlicher Raum soll die Leitlinie für die neue Programmausrichtung in der Orts- und Regionalentwicklung in Kärnten werden. 

Geld für Kleinprojekte

Gruber versprach auch, dass noch heuer ein Kleinprojekte-Fonds eingerichtet wird. Zentral seien „unbürokratische Rahmenbedingungen“. 200.000 Euro sollen noch heuer bereitgestellt werden werden, um schnell und ohne viel Administration regionale und lokale Kleinprojekte (bis 10.000 Euro) zu unterstützen.

Erfolgreiche LEADER-Projekte

Bei der Fachtagung im Bildungshaus Schloss Krastowitz präsentierten die Kärntner-LEADER-Regionen erfolgreiche Regionalprojekte der aktuellen Programmperiode.

Seit 1995 wurden über 700 Leader-Projekte in Kärnten durchgeführt. In der aktuellen Programmperiode sind es 177, welche Investitionen von über 20 Millionen Euro nach sich ziehen.

 

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