Krems Fußgängerzone
Reindl
In der Kremser Innenstadt wird es im Sommer oft unerträglich heiß.

Krems begrünt Häuser

In der denkmalgeschützten, historischen Altstadt von Krems wird es in den Sommern immer unangenehmer. „Die dichte Verbauung führt dazu, dass es oft extrem heiß wird“, sagt Umweltstadtrat Albert Kisling. Um diese Entwicklung einzudämmen, will man nun verstärkt Häuser begrünen.

Wenn zahlreiche Dächer und Fassaden mit Pflanzen bewachsen werden, soll die Temperatur in der Stadt um bis zu drei Grad gesenkt werden. Positiver Nebeneffekt: Regenwasser versickert langsamer, das von den Pflanzen nicht benötigte Wasser läuft dosiert in die Kanalisation ab. Gestartet wird die Initiative „Greenovate“ mit der Begrünung der Zentrale der Wohnbaugenossenschaft GEDESAG.

Die Erfahrungen des Projekts werden in einen Leitfaden einfließen, in dem sich Gemeinden und Bauträger über die Umsetzung von klimarelevanten Gebäudebegrünungen informieren können.

Um dem Hitzeproblem Herr zu werden, will man auch mehr Brunnen aufstellen, und Stadtrat Kisling möchte vermehrt „Parkflächen (Parkplätze, Anm.) zu Parkflächen (Parks) machen.“

Umweltstadtrat Albert Kisling
Umweltstadtrat Albert Kisling: "Die dichte Verbauung führt dazu, dass es im Sommer oft extrem heiß wird.“

Das Abgasproblem wird in Krems bereits seit einiger Zeit mit der Forcierung von Elektromobilität bekämpft. So war Krems die erste Stadt Österreichs, in der es Gratisparken für Elektroautos gab.“ Derzeit ist man dabei, einen Masterplan für E-Tankstellen auszuarbeiten.

Der Umstieg auf erneuerbare Energieformen erweist sich in Krems als schwierig. „Leider haben wir wenig Möglichkeiten, Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen, weil die Donau bei uns nur eine geringe Fließgeschwindigkeit hat“, erläutert Kisling. Und weil die Altstadt UNESCO-Weltkulturerbe ist, können keine Windräder aufgestellt und keine Photovoltaikanlagen auf den Dächern montiert. Daher wurde mit der Donau Uni das Projekt „Denkmalschutz trifft Innovation“ gestartet, um eine Lösung zu finden.

Wo Energie verbraucht wird, weiß man in Krems bereits sehr gut: Alle öffentlichen Gebäude wurden mit Daten-Locks ausgestattet, die einen genauen Überblick ermöglichen.

Weitere Infos

www.krems-energieautark.at

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