Investitionen in den Schutz vor Naturgewalten

Mo, 11.12.2017 - 12:09

Um die Bevölkerung und den Lebensraum vor Naturgefahren zu schützen, muss laufend investiert werden. Für Projekte in neun Gemeinden hat das Land Vorarlberg nun insgesamt knapp 3,83 Millionen Euro bereitgestellt.

Das aufwendigste Projekt wird in Dornbirn realisiert. Um rund 6,4 Millionen Euro soll der Fischbach durch einen Entlastungsstollen im Oberlauf, der in die Dornbirner Ach mündet, sicherer gemacht werden. Derzeit stellt der Bach im Hochwasserfall für weite Teile des Siedlungsraumes noch eine beträchtliche Bedrohung dar. Die von Landesseite erteilte Finanzierungszusage liegt bei mehr als 2,8 Millionen Euro.

In Koblach soll zur Verbesserung der Hochwassersicherheit ein sogenanntes „Generelles Projekt“ ausgearbeitet werden. Von Landesseite wurde zugesagt, 55.000 Euro der dafür anfallenden Kosten mitzutragen. Das Projekt wird noch vor Weihnachten mit einer Startbesprechung in der Gemeinde Koblach begonnen. Es soll bis ins erste bzw. zweite Quartal 2019 abgeschlossen werden.

In Hohenems soll ebenfalls ein Gewässerprojekt umgesetzt werden. Im Fokus stehen allerdings Revitalisierungsmaßnahmen. Auf einer Länge von rund 280 Laufmetern ist geplant, die in die Jahre gekommene Verrohrung des Schwefelbadgrabens durch ein offenes, naturnahes und ganzjährig wasserführendes Gerinne zu ersetzen. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2018 anlaufen. An den Projektkosten in Höhe von rund 270.000 Euro wird sich das Land mit 135.000 Euro beteiligen.

Risiko- und Gefahrenreduktion steht beim Projekt „Schoppernau Sonnseite“ im Vordergrund. Neben forstlichen Maßnahmen und einer Schutzwaldsanierung ist auch die Anbringung eines technischen Steinschlagschutzes im Bereich „Gschwend“ vorgesehen. In Summe sollen 2,8 Millionen Euro investiert werden. Der Landesbeitrag liegt bei 560.000 Euro.

Das Projekt „Tobelbach“ in Alberschwende sieht vor, die linksufrige Böschung mit einem doppelwandigen Steinkasten zu sichern. Beim Durchlass bei der L 200 wird mit einem Wildholzrechen samt Geschiebeauffangraum vor Verklausungen geschützt. 130.000 Euro werden in Summe ausgegeben.

Um einen verbesserten Schutz vor Steinschlag und vor Schneerutschungen geht es beim Projekt „Im Tobel“ in der Marktgemeinde Schruns. Ziel ist eine erhöhte Sicherung des stark frequentierten Recycling- bzw. Bauhofes. Aufgewendet werden rund 200.000 Euro, das Land beteiligt sich mit 40.000 Euro.

Die restlichen Landesmittel gehen an Projekte, deren Kosten sich aus verschiedenen Gründen erhöht haben. Es handelt sich konkret um das Projekt Dürrenberggraben in der Gemeinde Reuthe, wo der Lückenschluss zwischen dem hochwassersicher verbauten Unter- und Oberlauf realisiert werden konnte, ebenso um das Projekt am Rofelbach im Bereich „Muggabill“ in der Marktgemeinde Nenzing und um das Projekt „Klausberg-Klausmühle“ in der Gemeinde Lochau.

 

 

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