Burg Forchtenstein
Shutterstock/fritz16
Forchtenstein ist eine von sechs Gemeinden, die in dem Projekt zusammenarbeiten.

Interkommunale Zusammenarbeit im Nordburgenland

Sechs Gemeinden aus der Region Rosalia machen es vor, wie eine Gemeindekooperation sinnvoll und erfolgreich umgesetzt werden kann. Das aktuelle Konzept der interkommunalen Zusammenarbeit der Kurgemeinde Bad Sauerbrunn, den Marktgemeinden Pöttsching, Wiesen und Neudörfl sowie den Gemeinden Sigless und Forchtenstein ist ein Nachfolgeprojekt eines erfolgreichen Pilotprojekts, das auf Basis der Dorferneuerungsprojekte in Bad Sauerbrunn und Pöttsching schon in den Jahren 2011 bis 2013 durchgeführt wurde.

Die sechs Gemeinden haben für die neue Gemeinderatsperiode (2017 bis 2022) gemeinsame Ziele erarbeitet. Ansporn waren die nachhaltigen Kosteneinsparungen, die in den beiden Gemeinden des Pilotprojekts erzielt werden konnten. Mit Josef Trummer ist wie schon bei der früheren Zusammenarbeit auch jetzt wieder derselbe, weil bewährte Projektentwickler für die Koordination und Prozessbegleitung verantwortlich.

Beabsichtigt ist künftig eine Nutzung der jeweiligen Gemeindestrukturen für gemeinsame Projektentwicklungen, sodass alle sechs Gemeinden davon profitieren. Jede der Gemeinden hat Kernkompetenzen, die im Kooperationsprojekt „Tourismus - Gesundheit - Wirtschaft – Landwirtschaft" forciert werden.

Kommunale Dienstleistungen starten unter Einbeziehung aller Verwaltungen gemeindeübergreifend ihre Zusammenarbeit. Zukunfts-herausforderungen wie die Digitalisierung, Betriebsansiedlungen und Tourismusförderungen sollen künftig gemeinsam umgesetzt werden.

Vom Gesundheitstourismus bis zur Energieversorgung

Im Grobkonzept dieser interkommunalen Zusammenarbeit wurden bereits etliche Vorhaben festgelegt. So soll etwa der Ausbau des Gesundheitstourismus in der Region rund um das Kurzentrum VAMED in Bad Sauerbrunn vorangetrieben werden.

Mit den bestehenden landwirtschaftlichen Betrieben und Winzern werden mittels Produktveredelungen „regionale Qualitätsprodukte" entwickelt, die mit Forcierung direkter Vertriebswege vermarktet werden sollen. Innerhalb der sechs Gemeinden wird ein Naherholungsgebiet mit Wander-, Themen- und Radwegen geschaffen. Neue Arbeitsplätze erwartet man sich durch das Realisieren eines gemeinsamen Gewerbeparks aller sechs Kommunen.

Weitere Punkte sind die Umstellung auf eine alternative Energieversorgung, das Umrüsten des kommunalen Fuhrparks auf E-Mobilität, eine ortsübergreifende Betreuung der Kindergärten und Schulen mit gesunder Ernährung, Sport und Bewegung, das Erarbeiten eines Naherholungspakets für Zukunftsgäste aus dem Raum Wiener Neustadt oder nachhaltige Gemeindekooperationen im Dienstleistungsbereich (eigen und fremd).

Die Arbeitsstruktur erfolgt über die Projektsteuerungsgruppe mit den einzelnen konkreten Arbeitsgruppen. In der Projektsteuerungsguppe ist jede Gemeinde mit Bürgermeister bzw. Bürgermeisterin vertreten.

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