Land Tirol/Sedlak
TIGEWOSI-Geschäftsführer Franz Mariacher, Bezirkshauptmann Michael Berger, Landesrätin Beate Palfrader, der Kitzbüheler Bürgermeister Klaus Winkler und Otto Flatscher, Abteilungsvorstand der Wohnbauförderung.

Info-Veranstaltungen zur Wohnbauförderung

Mi, 20.03.2019 - 15:36

Unter dem Motto „Tirol Zuhause“ startete eine tirolweite Bezirkstour, die vor allem Bürgermeisterinnen und Bürgermeister über Neuerungen in der Wohnbauförderung informieren soll. Die Auftaktveranstaltung fand in Kitzbühel statt.

„Visionäre Wohnungspolitik funktioniert nur, wenn Gemeinden Bauland zu symbolischen Preisen zur Verfügung stellen und dafür mehr Abgaben einheben dürfen“, meinte der Kitzbüheler Bürgermeister Klaus Winkler.

Die Bürgermeister des Bezirks Kitzbühel besichtigten im Rahmen der Veranstaltung auch ein kürzlich fertiggestelltes 5-Euro-Wohnprojekt in Kitzbühel. „Wir wollen den Gemeindevertreterinnen und -vertretern zeigen, dass die Vorgabe einer 5-Euro-Bruttomiete pro Quadratmeter und Monat in der Praxis gelingt“, erläuterte Landesrätin Beate Palfrader. Ausschlaggebend dafür sei, dass Gemeinden, gemeinnützige Bauträger und die Wohnbauförderung zusammenwirken. „Die Wohnanlage in Kitzbühel ist dafür ein Paradebeispiel“, freute sich die Landesrätin. 

Wohnbauförderung wird erhöht

Detailliert berichtete Palfrader über die verschiedenen Änderungen in der Wohnbauförderung. So wird sie sowohl bei Miet- wie bei Eigentumswohnungen erhöht. „Beim Kauf einer neu errichteten Eigentumswohnung wird das für die Menschen besonders spürbar – die maximale Förderung beläuft sich auf 126.500 Euro“, betonte Palfrader. „Damit wird die Leistbarkeit des Wohnens weiterhin gewährleistet und die Schaffung von Eigentum unterstützt.

Bei Mietwohnungen fließt die Wohnbauförderung an die Errichtungsgesellschaft, die in Folge einen niedrigeren Mietzins verlangt. Auch wird die Mietunterstützung sozial treffsicherer und vor allem für Familien stark erhöht.

Das Kernstück bei der Mietzinsbeihilfe ist die tirolweit einheitliche Wartezeit von zwei Jahren und die Anhebung des Freibetrages. „Das heißt, alle Menschen werden gleich behandelt. Diese Forderung besteht seit Jahren und wird nun von den Gemeinden umgesetzt“, erklärte Otto Flatscher, Vorstand der Abteilung Wohnbauförderung.

Unterstützung beim Bau von Alten- und Pflegeheimen

Auch die Errichtung von Alten- und Pflegeheimplätzen wird im Rahmen der Wohnbauförderung erleichtert, da die Unterstützung für die betreibenden Gemeinden spürbar erhöht wird.

So wurde beispielsweise die maximale Förderungshöhe pro Heimplatz um 5.500 Euro erhöht.

Verlängerung der Sanierungsoffensive

Die einkommensunabhängige Sanierungsoffensive wurde ebenfalls im Rahmen des Wohnbaupakets um ein Jahr verlängert, sodass Maßnahmen wie Fenster- und Heizungstausch oder eine neue Dachdämmung weiterhin erhöht gefördert werden. Das Land übernimmt dabei bis zu 30 Prozent der förderbaren Sanierungskosten.

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