Kommunalverlag-Chef Michael Zimper, Gemeindebund-Präsident Alfred Ried, Dornbirns Bürgermeisterin Andrea Kaufmann und Vorarlbergs Gemeindeverbands-Präsident Harald Köhlmeier.

Gemeindetag und Kommunalmesse im Zeichen der Digitalisierung

„Digitalisierung“ ist derzeit DAS Zauberwort. Wie sich Gemeinden darauf vorbereiten, stand im Mittelpunkt des Gemeindetages und der Kommunalmesse.

Die Gastgeberin des 65. Gemeindetages, Dornbirns Bürgermeisterin Andrea Kaufmann, wies bei der Eröffnung darauf hin, dass ihre Stadt ein Zentrum der Vorarlberger Digitalisierungsszene ist. Unter dem Hashtag #gt2018 konnten die Besucherinnen und Besucher des Gemeindetages auf Facebook, Twitter oder Instagramm posten, wenn ihnen etwas in Dornbirn unklar ist oder wenn sie Fragen haben. „Und dann werden sie sehen, wie schnell sich Einheimische melden und Insidertipps geben“, versprach Moderatorin Heidi Winsauer.

Eröffnung mit Bigband-Sound

Erstmals gab es zur Eröffnung eines Gemeindetages Bigband-Sound. Der stimmgewaltige, blinde Sänger Georg Nussbaumer – Songcontest-Teilnehmer 1996 – und der Bigbandbandclub Vorarlberg stimmten das Publikum mit Ray Charles‘ (und vor allem in der Version von Joe Cocker bekanntgewordenen) „Unchain my heart“ auf die Veranstaltung ein.

Der Gemeindetag ist immer auch ein Anlass, der Öffentlichkeit klar zu machen, was Gemeinden leisten. „Ich habe gewusst, dass Gemeinden viele Aufgaben haben, aber dass es SO viele sind, hätte ich nicht gedacht“, gestand Moderatorin Winsauer.

Chancengleichheit für alle Gemeinden

Um diese Aufgaben zu erledigen, braucht es Chancengleichheit für alle österreichischen Gemeinden. Das derzeit aktuelle Beispiel dafür ist der Ausbau des Breitband-Internets. „Hier brauchen vor allem Orte in Ungunstlagen Unterstützung“, forderte Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl.

Diskussion um Zivildiener für das Rote Kreuz

Um ein anderes Thema ging es beim Interview mit Staatssekretärin Karoline Edtstadler. Sie replizierte auf die Kritik, des steirischen Landeshauptmann-Stellvertreters Michael Schickhofer. Dieser hatte angesichts des Hilferufs des Roten Kreuzes nach mehr Zivildienern gemeint, dass die Zivildiener in erster Linie dem Rettungsdienst zugeteilt werden sollten und nicht Gedenkdienst machen sollen. Edtstadler wies darauf hin, dass derzeit geburtenschwache Jahrgänge im entsprechenden Alter seien und dass aber das Rote Kreuz sehr wohl bevorzugt behandelt werde. „Wichtig ist aber auch die Freiwilligkeit,  denn ich kann nicht jemand zum Dienst beim Roten Kreuz verpflichten, der beispielsweise kein Blut sehen kann“, machte Edtstadler deutlich.

Premiere für Kommunalmesse

Erstmals gab es in Dornbirn auch eine Kommunalmesse. Über 200 Aussteller zeigen Produkte und Leistungen, die den Gemeinden ihre tägliche Arbeit erleichtern. 

Sowohl Aussteller als auch Besucher wurden nicht enttäuscht: Bei Kaiserwetter waren im Verlauf der Messetage rund 6000 Besucher unterwegs, dementsprechend gut war die Stimmung auch unter den Prominenten, die auf der Messe unterwegs waren – allen voran Staatssekretärin Karoline Edtstadler und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka sowie jede Mengen Vertreter der verschiedensten Landtage Österreichs.

Kommunalmesse in Dornbirn
Mehr als 200 Aussteller präsentierten auf rund 14.000 m² erstmals in Vorarlberg ihre innovativen und praktischen Lösungen für die Bedürfnisse des kommunalen Sektors. Internationale Konzerne und Start-ups waren genauso vertreten wie Ministerien und Verbände.


 

 

 

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