Drau in Villach
Shutterstock/Ralf Siemieniec
Hochwasser in Villach im Oktober 2018. Die Drau ist eines der sieben Pilotgewässer.

Flussprojekte werden aufeinander abgestimmt

Das EU-Projekt „IRIS“ (Integrated River Solutions in Austria) soll Planungen und Maßnahmen in den Bereichen Gewässerökologie, Umweltschutz und Hochwasserschutz zusammenführen und abstimmen. An sieben österreichischen Flüssen werden auf einer Gesamtlänge von knapp 600 Flusskilometern integrierte Planungsprozesse, sogenannte Gewässerentwicklungs- und Risikomanagementkonzepte – kurz „GE-RM“, durchgeführt.

Der GE-RM-Planungsprozess hat das Ziel, anstelle unzähliger, einander teilweise auch widersprechender, Einzelprojekte eine koordinierte, räumlich übergeordnete Maßnahmenplanung zu fördern und Synergien aus allen Bereichen zu nutzen.

Das Ergebnis dieser Planungen sind aufeinander abgestimmte Maßnahmenkonzepte, die sowohl die ökologischen Ziele als auch die Erfordernisse des Hochwasserschutzes für das Gewässer berücksichtigen. Die aktive Beteiligung der Öffentlichkeit ist fixer Bestandteil dieser Planungsprozesse.

Aufbauend auf den Planungsergebnissen werden im Rahmen des IRIS-Projektes konkrete Maßnahmen umgesetzt. Damit werden die EU-Vorgaben zur verpflichtenden Verbesserungen in den betroffenen Gewässern erreicht werden.

Öffentlichkeit soll sich beteiligen

Die aktive Beteiligung der Öffentlichkeit ist fixer Bestandteil dieser Planungsprozesse. Aufbauend auf den Planungsergebnissen werden im Rahmen des IRIS-Projekts an den sieben ausgewählten Flüssen konkrete Maßnahmen mit Wirkungssynergien Ökologie – Umwelt – Hochwasserschutz auf der regionalen und lokalen Ebene umgesetzt, um die verpflichtenden Verbesserungen in den betroffenen Gewässern zu erreichen.

Österreichs erstes integriertes LIFE Projekt

Das Projekt IRIS findet im Rahmen des EU-Förderprogramms LIFE statt. Für das auf neun Jahre geplante Projekt stehen 16,5 Millionen Euro zur Verfügung.

„Integratives Flussraummanagement stellt eine große Herausforderung für Österreich dar, da es hier einerseits gilt, den Schutz vor zukünftigen Hochwässern bestmöglich zu gewährleisten und andererseits die ökologischen Funktionen unserer Gewässer zu erhalten und zu verbessern“, sagt Umweltministerin Elisabeth Köstinger.

Details auf der Homepage des Umweltministeriums

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