Nassereith
Shutterstock/Adrian Flory
In Nassereith wird daran gearbeitet, den Bestand von landwirtschaftlichen Nebengebäuden in einer Feldflur zu erhalten.

Dorferneuerung hilft, Baulandreserven einzusparen

Das Land Tirol hat im Jahr 2018 128 Projekte für Dorferneuerung gefördert. Ein Schwerpunkt war dabei finanzielle Unterstützung und Beratung für die Revitalisierung von nicht mehr bewohnten Häusern.

Mit Unterstützung der Dorferneuerung und Ortskernrevitalisierung wurde 2018 beispielsweise die Gestaltung von 16 neuen Wohneinheiten aus bisherigen Leerständen beschlossen. „Mit dieser Strategie ergeben sich für die Tiroler Gemeinden und die Bevölkerung letztlich zahlreiche Vorteile, wie die Einsparung von wertvollen Baulandreserven sowie die Reduzierung der Erschließungskosten. Zudem kehrt wieder neues Leben in den Dörfern ein“, erläutert Landesrat Johannes Tratter.

Wertvolle Kulturgüter erhalten

Die Beratung und Förderung beim Erhalt wertvoller Ensembles, ortsbildprägender Gebäude und kleiner Kulturgüter wie Mühlen und Harpfen ist einer der Schwerpunkte der Dorferneuerung. 2018 wurden 25 Kulturprojekte beschlossen.

Ein Beispiel dafür ist die Initiative Gurgltal. Hier wird gemeinsam mit der Gemeinde Nassereith daran gearbeitet, den das Landschaftsbild prägenden Bestand von landwirtschaftlichen Nebengebäuden in einer Feldflur – ein landwirtschaftlich genutztes Freiland – zu erhalten.

Lebensqualität für zukünftige Generationen

Mit der Lokalen Agenda 21 (LA21) werden zusätzlich Handlungsprogramme nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit entwickelt, um die Lebensgrundlagen auch für kommende Generationen zu sichern. „Wesentlicher Punkt ist die Mitbestimmung der Bevölkerung. Dadurch kann auf die Bedürfnisse der Gemeindebewohnerinnen und -bewohner noch effizienter eingegangen werden. Mitreden und mitverantworten festigt auch die Identifikation mit der Heimatgemeinde und bildet eine gute Basis für die Zukunft“, ist Tratter überzeugt.

Zu den Hauptthemen in der LA21 zählen Gemeindeklausuren, die Entwicklung und Belebung der Ortszentren, die Gestaltung von Schulgebäuden sowie die Integration von Randgruppen. Im Jahr 2018 wurden vom Landesbeirat 25 LA21-Projekte genehmigt. Neben finanziellen Förderanreizen wird auch die fachliche Beratung und Begleitung des Dorferneuerungsprogrammes gerne in Anspruch genommen. „Ein besonderer Dank gebührt hier Abteilungsvorstand Nikolaus Juen und seinem engagierten Team“, freut sich LR Tratter über die positive Resonanz.

 

 

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