Kompaktlader AVANT e6
Der elektrisch betriebene Kompaktlader AVANT e6 ist das erste Modell auf dem Markt, dessen Motor von einen Lithium-Ionen-Akku versorgt wird.

Die Vorteile von elektrisch betriebenen Kompaktladern

Kompaktlader sind vielseitig einsetzbare Alleskönner und ein häufig benutztes Einsatzwerkzeug auf den heimischen Bauhöfen. Die zunehmende Elektromobilität macht auch vor diesen Fahrzeugen nicht halt.

Straßenbau, Landwirtschaft, Winterdienst, Verkehrsflächenreinigung – die Einsatzmöglichkeiten für Kompaktlader sind vielfältig. Wer sich darunter wenig vorstellen kann: Kompaktlader sind kleine Baufahrzeuge und zählen zu den Radladern.

Abseits des kommunalen Einsatzes sind sie vor allem als Hoflader beliebt. Grund dafür sind ihre kompakten Ausmaße. Sie weisen ein verhältnismäßig niedriges Gewicht sowie geringe Abmessungen auf. Zusätzlich besitzen entweder ein Raupen- oder ein Radlaufwerk. Mit letzterem haben sie eine noch höhere, als die ohnehin schon bemerkenswerte Wendigkeit.

Die Flexibilität von Kompaktladern erschöpft sich jedoch nicht nur in ihrem geringen Wendekreis, ihre Beliebtheit resultiert insbesondere aus ihrer Wandelbarkeit, denn die Hersteller haben sie mit auswechselbaren Anbaugeräten ausgestattet, die im Laufe der Zeit eine immer größere Bandbreite  an Einsatzmöglichkeiten bot. 

Die Schweizermesser unter den Kompaktladern

Das Paradebeispiel für diese Vielseitigkeit sind die Kompaktlader der Marke AVANT TECNO. Der finnische Hersteller ist Spezialist für kompakte Multifunktionslader und hat sich im Laufe der Jahre ein ansehnliches Renomeé in diesem Marktsegment erarbeitet.

Auf einen derartigen Kompaktlader passen um die 200 (!) verschiedenen Anbaugeräte: Fräsen, Hammer, Schaufeln, Bohrer, Gabeln, und, und, und ... Die Liste soll an dieser Stelle nicht in ihrer Vollständigkeit angeführt werden. Die kleinen Alleskönner sind quasi die Schweizermesser unter den Kompaktladern und stehen bei ihren Benutzern hoch im Kurs.

Der Einsatzreichtum dieser Mini-Radlader ist jedenfalls Grund dafür, dass auch zahlreiche österreichische Gemeinden Modelle dieses Typs in ihrem Fuhrpark haben.

Gottfried Muck, seines Zeichens Bürgermeister der Marktgemeinde Sierndorf, bestätigt gegenüber Kommunal die hohe Zufriedenheit seiner Mitarbeiter mit dem Gerät. Natürlich benötigt die Gemeinde nicht sämtliche 200 Anbaugeräte, die breite Auswahl aus den teils hochspezifischen Werkzeugen erlaubt es aber, exakt jene anzuschaffen, die für die  eigenen Aufgaben am besten geeignet sind. Gut ein Dutzend davon hat die Gemeinde in Verwendung. 

Das gleiche Feedback erhält Kommunal auch vom Bauhofleiter der Stadtgemeinde Weitra, Gerhard Leutner. Auch von den dortigen Gemeindemitarbeitern wird der Kompaktlader intensiv genutzt – mit einer zweistelligen Zahl an  unterschiedlichen Anbaugeräten.

Die Beurteilung der Kompaktlader fällt in praktisch allen Bereichen sehr positiv aus. Die einzige Kritik, die bei sämtlichen Rückmeldungen aus den Kommunen zu hören war: Aufgrund des Knickgelenks tun sich in einer der Gemeinden manche Mitarbeiter, die das Gerät nur sporadisch fahren, mit der für sie ungewohnten Lenkung schwer.

Derzeit überwiegen noch Dieselmotoren

Zusammenfassend sind zwei Dinge festzustellen: Erstens: das Schweizermesser ist in Österreichs Gemeinden weit verbreitet und wird eifrig genutzt. Zweitens: die eingesetzten Modelle haben zumeist einen Dieselantrieb. Das muss nicht mehr lange so sein, denn mittlerweile gibt es wirtschaftliche und leistungsmäßig zufriedenstellende Alternativen mit Elektroantrieb.  

Bereits im Jahr 2014 präsentierte Weidemann als erster Hersteller einen elektrisch betriebenen Kompaktlader namens eHoftrac. Bei diesem werden mittels Akku zwei Elektromotoren betrieben, die wiederum die Hydraulikpumpe für das Laden und Fahren betrieben. Damals handelte es sich noch um einen Säure-Blei-Akku. Ab 2017 wurde dieser durch eine AGM-Batterie ersetzt, bei der der Elektrolyt in einem Glasfaser-Vlies gebunden wird. 

Auf der gleichen Technologie basierte auch das erste Kompaktlader-Modell mit elektroantrieb von Avant. Mittlerweile haben die Finnen ein neues Modell auf den Markt gebracht, dessen Akku auf Lithium-Ionen-Technologie basiert, also der gleichen Technik, wie sie auch in Mobiltelefonen und anderen Elektrofahrzeugen eingesetzt wird. Der Avant e6 ermöglicht dadurch kürzere Ladezeiten, eine längere Einsatzdauer, und ist zudem unproblematisch zu laden, da er ein integriertes Ladegerät für 220V-Steckdosen besitzt. Mit seinen Leistungsdaten wird der e6 zu einem realistischen  und ernstzunehmenden Ersatz  für die herkömmlichen Kompaktlader mit Verbrennungsmotoren. 

Batteriebetriebene Kompaktlader sind ideal für Innenräume

Die Vorteile der emissionsfreien Baumaschinen- und Fahrzeuge liegen auf der Hand. Nicht nur wirtschaftliche Aspekte, wie die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen, sondern vor allem auch die gesundheits- und umweltfreundlichen Argumente sind stark.

Die batteriebetriebenen Lader sind besonders für Anwendungen in Innenbereichen geeignet, wo es nur eine eingeschränkte oder überhaupt keine Belüftung gibt. Sie können bei voller Leistung ohne Emissionen betrieben werden und der Bediener sowie die Arbeiter sind keinen gesundheitsgefährdenden Abgasemissionen ausgesetzt.

Ein weiterer Vorteil einer batteriebetriebenen Maschine ist der äußerst geringe Lärmpegel. Die Frage lautet nicht, ob elektrisch betriebene Lader auf dem Bauhof Einzug halten werden, sondern wann. Im Sinne der Bauhofmitarbeiter hoffentlich bald.    

Kompaktlader
Elektrisch betriebene Kompaktlader sind auch in Innenräumen ohne Gesundheitsgefahr einsetzbar.  


 

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