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Im Rahmen des Salzburger Gemeindetages gab es nicht nur ein persönlichers Geschenk für Peter Nindl, sondern auch eine würdige Ehrung im großen Stil. Hier im Bild mit Verbandspräsident Günther Mitterer, Staatssekretärin Karoline Edtstadler und Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

39 Jahre im Dienst der Gemeinde

Mi, 26.12.2018 - 15:45

Als er angelobt wurde, wurde noch auf der mechanischen Schreibmaschine geschrieben und am Festnetz per Viertelanschluss telefoniert. Aus Neukirchen ist in dieser Zeit eine Gemeinde mit 70 Mitarbeitern geworden. Mit seinem Rückzug geht auch eine Ära zu Ende.

„Wenn ich aus dem Fenster schaue, dann bin ich doch am meisten stolz auf die Schaffung des Nationalparks Hohe Tauern. Das ist doch ein Projekt für Generationen und etwas Besonderes. Das Wichtigste als Bürgermeister ist, dass man die Menschen mag, sonst ist man in diesem Amt falsch. Und wichtig ist auch ein gewissen Gespür dafür, wo man helfen kann, wobei klar ist, dass niemand Wunder wirken kann. Man kann eben nur im Rahmen seiner Möglichkeiten helfen. Aber bei mir ist das über all die Jahre eigentlich ganz gut gegangen“, resümierte Peter Nindl im Interview mit dem ORF.

In KOMMUNAL hat er früher schon über seinen Zugang zum Amt gesprochen. In der Ausgabe 9/2017 erzählte er, wie sich das Amt im Laufe der Jahre verändert hat: „Es ist alles um einiges schneller geworden. Aufgrund der sozialen Medien und der gesamten technischen Entwicklung müssen sämtliche Entscheidungsprozesse gut vorbereitet sein. Das Informieren der Mandatare muss flüssiger erfolgen. Da ist man heute ganz schön gefordert, dass man einen guten Amtsleiter hat und dass das ganze Mitarbeiterteam entsprechend gut ausgebildet ist. Erfreulicherweise habe ich ein wirklich zuverlässiges Team. Von einer anderen Warte aus haben die modernen Errungenschaften auch wieder ihre Vorteile.“

Lieber unter den Leuten als im Amt

Er meinte auch, dass ihm die Amtsstube nicht vornehmlich in Erinnerung bleiben wird, weil „ich lieber unter den Leuten bin. Die kulturellen Erlebnisse und die sozialen Begegnungen. Mich wird auch interessieren, wie alles weitergeht, aber eines sage ich auch: Wenn ich einmal außer Dienst bin, möchte ich mich möglichst im Hintergrund halten und keinesfalls mit Belehrungen da sein. Ich möchte kein Besserwisser sein. Wenn der Wunsch da ist, stehe ich gerne mit Rat und Tat zur Seite, aber ich werde mich keinesfalls in das Operative einmischen.“

"Immer eine Nacht über Entscheidungen schlafen"

Was er jungen Bürgermeistern mit auf den Weg geben würde? „Die sind sicherlich mit Begeisterung bei der Sache, sonst hätten sie sich nicht zur Verfügung gestellt. Denen könnte ich auf den Weg geben, dass man bei wichtigen Entscheidungen immer noch eine Nacht drüber schlafen sollte. Sorgfältig überlegen, dann die Entscheidung treffen und nach Möglichkeit rasch an die Umsetzung gehen. Aber prinzipiell muss natürlich jeder und jede den eigenen Weg einschlagen.“

Pläne für die Zeit nach dem Amt hat er auch: „Ich gehe im Winter leidenschaftlich gern Schifahren und im Sommer fahre ich mit meiner Frau eine Woche nach Kroatien und genieße das Meer. Das mache ich aber bei uns in Salzburg oder im Tirolerischen an einem See genauso gern. Ansonsten bin ich gerne im Gebirge unterwegs. Ich habe ganz sicher genug zu tun.“

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