Landeshauptmann Hans Niessl und die Landesräte Norbert Darabos und Astrid Eisenkopf mit Vertretern von Freiwilligenorganisationen.
Foto: Bgld. Landesmedienservice

2018 ist im Burgenland das Jahr des Ehrenamts

11. Januar 2018
Nach dem „Jahr der Gemeinden“ 2017 erklärte Landeshauptmann Hans Niessl 2018 zum „Jahr des Ehrenamts“. Im Mittelpunkt sollen die Freiwilligenorganisationen wie Feuerwehr, Rotes Kreuz und Arbeitersamariterbund sowie die diversen Vereine stehen.


Freiwilliges Engagement prägt den ländlichen Raum



Dazu Gastreferent Peter Filzmaier von der Donau-Universität Krems: „Fast jeder zweite Erwachsene im Burgenland ist freiwillig bzw. ehrenamtlich aktiv. Das freiwillige Engagement prägt durch seine Vorbildwirkung gerade den ländlichen Raum, sichert wesentliche Leistungen und ist die Grundlage einer funktionierenden sozialen Infrastruktur sowie der Lebensqualität auf dem Land. Das Ehrenamt, das von Sach-, Organisations- und Kommunikationskompetenz geprägt ist, muss daher als gesellschaftliche Notwendigkeit in seinen vielfältigen Formen der Unabhängigkeit, Bürgernähe und Verlässlichkeit ideell und materiell auch in Zukunft weiter gestärkt werden.“

Bedarfszuweisungen für Freiwilligenprojekte



Klar wurde, wie wichtig gute Rahmenbedingungen sind. „Als zuständiger Vereinsreferent der Landesregierung ist es mir ein großes Anliegen, unsere Vereine bestmöglich bei ihren Aktivitäten zu unterstützen. Von Seiten des Landes unterstützen wir jährlich zwischen 500 und 600 Vereine aus der Vereinsförderung. Auch mit den Bedarfszuweisungen für die Gemeinden werden viele wichtige Projekte im Bereich der Freiwilligkeit und der Infrastruktur unterstützt“, so Niessl.



Unterstützung gibt es seitens des Landes allerdings nicht nur auf finanzieller Ebene, sondern auch im vereinsrechtlichen Themenbereich und in der Aufklärung und Hilfeleistung bei Problemstellungen. Dazu gehören Informationsveranstaltungen in allen Teilen des Landes, eine Vereinsfunktionärshotline, die Freiwilligenversicherung, ein neuer Leitfaden oder die Ausbildung zum Zertifizierten Vereinsfunktionär. Ergänzend dazu wurde mit der Errichtung einer Ombudsstelle für Sport- und Vereinswesen eine Anlaufstelle für Vereine und Funktionäre ins Leben gerufen.