Den Pflegeheimbewohnern soll ein Sterben in Selbstbestimmung und Würde ermöglicht werden. Foto: www.BilderBox.com


9. Oktober 2017

Pflege

Würdevolle Begleitung auf dem letzten Weg

Das Projekt „Hospiz- und Palliativbetreuung in Pflegeheimen“ (HPCPH) ist im Burgenland bereits in drei Altenwohn- und Pflegeheimen verankert. Nun soll es in fünf weiteren Heimen integriert werden.

Immer mehr Menschen kommen in immer schlechterem gesundheitlichem Zustand in Altenwohn- und Pflegeheime. Um deren bestmögliche Betreuung und Begleitung zu gewährleisten, braucht es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit spezieller Qualifikation und ein entsprechendes Betreuungsumfeld. Diese Voraussetzungen sollen mit dem Projekt „Hospiz- und Palliativbetreuung in Pflegeheimen“ (HPCPH) geschaffen werden – die Basis für dessen Umsetzung bilden die von Hospiz Österreich 2008 herausgegebenen Richtlinien.

Sicherheit im Umgang mit Sterbenden vermitteln

HPCPH sieht in einem zweijährigen Organisationsentwicklungsprozess die Schulung von 80 Prozent der Heimmitarbeiterinnen und –mitarbeiter aller Berufsgruppen in palliativer Geriatrie vor. Dabei sollen nicht nur palliativpflegerisches und -medizinisches Wissen, sondern auch psychologisches Rüstzeug und vor allem Sicherheit im Umgang mit Sterbenden vermittelt werden.

Vorsorgedialog

Eine wichtige Rolle nehmen im Rahmen des Projekts abgehaltene strukturierte „Vorsorgedialoge“ ein. Diese finden in bestimmten Abständen oder bei sich ergebendem Bedarf unter Einbindung von Bewohner, Arzt, Pflegeperson, Angehörigen und Vertrauenspersonen statt. Deren Ziel ist es, Willensäußerungen, Wünsche oder Bedürfnisse des/der Betreuten im Hinblick auf kritische Situationen – Wiederbelebung, künstliche Ernährung, Einsatz, lebenserhaltende Maßnahmen – zu erfassen. „63 Prozent der Bewohner wünschen sich einen Vorsorgedialog“, berichtet Klaus-Peter Schuh, Palliativmediziner, der den Vorsorgedialog im Diakoniezentrum Oberwart erfolgreich etabliert hat, aus der Praxis.

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