Das neue System kommt auf der Mariazellerbahn zum Einsatz. Foto: commons.wikimedia/Uoaei1


1. Dezember 2017

Öffentlicher Verkehr

Vollautomatische Eisenbahnkreuzung präsentiert

Die Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) hat ein System zur vollautomatischen Regelung von Eisenbahnkreuzungen vorgestellt. Beim neuen Rail-Traffic-Management-System (RTMS) werden die Eisenbahnkreuzungen mit dem Zugleitungssystem der NÖVOG gekoppelt.

Durch die wegfallenden Technikkomponenten können Kosten reduziert werden. „Mit dem Rail-Traffic-Management-System werden rund 20.000 Euro pro Eisenbahnkreuzung eingespart“, erklärt Landesrat Karl Wilfing.

Gemeinden ersparen sich Geld

Von dem Einsatz der neuen Bahntechnologie würden nicht nur die NÖVOG und die Anrainer profitieren, sondern auch die Kommunen, was positive Effekte auf die Gemeindefinanzen habe, meinte er. „Bis zum Jahr 2024 ersparen wir uns durch den Einsatz dieser neuen Technik mehr als eine Million Euro“, so Wilfing.

Umrüstung der Mariazellerbahn

Auf der Mariazellerbahn gibt es insgesamt 101 öffentliche Bahnübergänge, die im Laufe der nächsten Jahre modernisiert werden müssten. Die NÖVOG hat derzeit 15 Anlagen mit dem neuen System ausgestattet, Für die Nachrüstung fallen pro Kreuzung rund 18.000 Euro an.

„Heuer sollen auf der Mariazellerbahn noch vier Eisenbahnkreuzungen mit neuen Lichtzeichenanlagen und dem neuen Rail-Traffic-Management-System besser gesichert werden“, erläutert NÖVOG-Geschäftsführer Gerhard Stindl. „Wir glauben durch die Neuentwicklung des Rail-Traffic-Management-Systems und durch die flächenhafte Lösung der Finanzierung der Eisenbahnkreuzungen vorbildhaft für andere Bundesländer und vielleicht auch für die Republik im Ganzen zu sein“, so Stindl.

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