Peter Filzmaier: "Um Menschen zu begeistern, muss man Emotionen vermitteln."


6. Oktober 2016

FLGÖ-Fachtagung

„Verwaltung“ muss man in Bildern kommunizieren

Der Politikwissenschaftler Peter Filzmaier betrachtete die Einführung der Wirkungsorientierung in der Öffentlichen Verwaltung aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger.


Die Gemeindestudie des Gemeindebundes habe gezeigt, dass 58 Prozent der Bürger meinen, dass es genug Mitbestimmungsmöglichkeiten gibt. Immerhin 38 Prozent sehen aber zu wenig Möglichkeiten Einfluss zu nehmen. Die Gemeinde genieße zwar das höchste Vertrauen aller politischen Ebenen, aber eben nur im Vergleich mit Land, Bund und EU – „Es gibt auch sehr viele Menschen, die zu gar keiner Ebene Vertrauen haben“, so Filzmaier.

„Verwaltung“ sei schwer zu kommunizieren. „Wenn man an die Leistungen der Feuerwehr denkt, hat jeder sehr konkrete Bilder im Kopf. Themen wie Verwaltungsreform oder auch Wirkungsorientierung lassen sich dagegen schwer in Bildern darstellen.“ Und wenn, dann seien sie nicht positiv besetzt. „Da denkt man eher an grau gekleidete Beamte aus den 70er Jahren.“

Die Kommunikation von Wirkungsorientierung sei auch deswegen schwierig, weil komplexe Sachverhalte im Fernsehen und in den neuen sozialen Medien kaum darzustellen sind. „Ein TV-Beitrag ist kaum länger als 60 Sekunden, und auf Twitter hat man nur Platz für 140 Zeichen“, machte Filzmaier deutlich. Daher sei es wichtig, anhand praktischer Beispiele zu zeigen, wie Wirkungsorientierung funktioniert und welche Vorteile sie bringt. „Vor allem müssen Emotionen vermittelt werden, um Menschen zu begeistern.“

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