Horst Gaigg, Breitbandbeauftragter des Landes OÖ, Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl, Landeshauptmann Thomas Stelzer und FIS-Geschäftsführer Martin Wachutka. Foto: Land Oberösterreich


20. November 2017

Infrastruktur

Schnelles Internet als Standortfaktor

In den kommenden fünf Jahren investiert das Land Oberösterreich 100 Millionen Euro in den Ausbau der flächendeckenden Breitband-Infrastruktur. Eine zentrale Rolle soll dabei der neu gegründeten Fiber Service Oö GmbH (FIS) zukommen. Oberösterreich beschreitet damit einen neuen Weg, um den Ausbau gezielt vorantreiben zu können und schafft ein Angebot zusätzlich zu bestehenden Anbietern bzw. Betreibern, ohne mit diesen in Konkurrenz treten zu wollen.

Um den Ausbau des Breitband-Internets auch in jenen Gebieten Oberösterreichs voran zu treiben, die sich für kommerzielle Anbieter nicht rechnen – also vor allem in den ländlichen Regionen -, wurde die Fiber Service OÖ GmbH (FIS), die sich zu 100 Prozent im Besitz des Landes OÖ befindet, gegründet. Hauptaufgabe der FIS ist die Schaffung von sogenannten „offenen Netzen“.

Die FIS wird sich als Infrastrukturanbieter positionieren und im Zugangsbereich (Access) und teilweise auch im Backbonebereich (Leerrohr, Backhaul) bauen – damit tritt die FIS als Backbone-PIP und Zugangsbereich-PIP auf. Die Anforderungen an die von der FIS errichtete passive Infrastruktur wurden mit mindestens 100 Mbit/s Up- and Downstream symmetrisch definiert.

Kein Netzbetreiber und kein Diensteanbieter

Die FIS wird unbeschaltete Glasfaser (sogenannte „Dark Fiber“) errichten und an Netzanbieter vermieten, die auch die aktiven Technikkomponenten (Router, Switches, Management Server etc.) betreiben. Die FIS selbst wird nicht als Netzanbieter auftreten.

Die FIS selbst wird auch kein Diensteanbieter sein. Diensteanbieter können lokal und landesweit agierende Unternehmen sein, die sich eines Netzanbieters bedienen bzw. gibt es auch integrierte Netz- und Diensteanbieter.

Potentielle Ausbaugebiete für die FIS klar definiert

Basierend auf der aktuellen Access-Fördergebietskarte des BMVIT (weiße Gebiete = förderbare Gebiete) sollen die künftigen Ausbaugebiete der FIS folgende Kriterien erfüllen:

  • Lokaler Treiber bzw. Koordinator ist vorhanden
  • Ausbaugebiet leitet sich aus einem übergeordnetem Gesamtplan ab
  • Anschlussquote über 40 Prozent
  • Anschlussfähigkeit an bestehende Netze ist gegeben
  • Ausbau ist in absehbarer Zeit realisierbar
  • pro Gebiet sind mindestens zwei Serviceprovider vorhanden

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.